Angriff auf Putin-Residenz? Moskau übergibt angebliche Beweise an USA
Die Ukraine streitet einen Angriff auf eine Putin-Residenz ab - auch der US-Geheimdienst hat offenbar Zweifel. Der Kreml bleibt bei dem Vorwurf und teilte mit, angebliche Beweise für die Attacke an die USA ausgehändigt zu haben.

Stand: 02.01.2026 08:53 Uhr
Die Ukraine streitet einen Angriff auf eine Putin-Residenz ab - auch der US-Geheimdienst hat offenbar Zweifel. Der Kreml bleibt bei dem Vorwurf und teilte mit, angebliche Beweise für die Attacke an die USA ausgehändigt zu haben.
Russland hat nach Angaben seines Verteidigungsministeriums Belege für einen angeblich ukrainischen Angriff auf eine Putin-Residenz an die USA ausgehändigt. Den russischen Angaben zufolge wurden Materialien mit entschlüsselten Navigationsdaten einer ukrainischen Drohne sowie ein Bauteil der Drohne einem Vertreter des Militärattachés der US-Botschaft in Moskau übergeben.
Das russische Verteidigungsministerium veröffentlichte ein Video, das die Übergabe zeigen soll. Russische Geheimdienstexperten hätten die Daten entschlüsselt, sagt darin der selten in der Öffentlichkeit auftretende Chef des russischen Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow. Damit sei klar belegt, dass diese Drohne am 29. Dezember 2025 in der Region Nowgorod einen "Terroranschlag" auf die Residenz des russischen Präsidenten Wladimir Putin ausführen sollte, hieß es.
Ein Video des russischen Verteidigungsministeriums soll die Übergabe des Drohnenbauteils gemeinsam mit entschlüsselten Navigationsdaten zeigen.
Berichte: CIA unterstützt ukrainische Position
Die Ukraine weist den Vorwurf Russlands seit Tagen deutlich zurück. Berichten des Wall Street Journals und der Sender CNN und PBS zufolge unterstützt auch der US-Auslandsgeheimdienst CIA die ukrainische Sichtweise: Eine CIA-Analyse belege, dass es einen Drohnenangriff auf ein militärisches Ziel in derselben Region wie Putins Residenz gegeben habe, allerdings nicht in der Nähe des Anwesens.
Zunächst hatte der Kreml angekündigt, keine Belege für den Vorwurf vorlegen zu wollen. Schließlich wurden am Mittwoch aber doch angebliche Beweise präsentiert. Der ukrainische Auslandsgeheimdienst sprach von gefälschten Karten und Attrappen.
Konfliktparteien als Quelle