Außenpolitk der Großmächte: Die Rückkehr des Großmachtdenkens
Trump will Venezuela und Grönland, China Taiwan und Russland die Ukraine. Wieso denken alle auf einmal in Einflusssphären? Und: Wie Kriminelle KI als Komplizen einsetzen.
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Trump will Venezuela und Grönland, China Taiwan und Russland die Ukraine. Wieso denken alle auf einmal in Einflusssphären? Und: Wie Kriminelle KI als Komplizen einsetzen.
8. Januar 2026, 6:00 Uhr
Drei Großmächte scheinen sich die Welt zunehmend aufzuteilen. Nach dem Militärschlag auf Venezuela beanspruchen die USA auch Grönland für sich. Währenddessen will China die Insel Taiwan weiterhin mit militärischen Mitteln einzunehmen und Russland bedroht die EU, während es in der Ukraine Krieg führt. Einflusssphären und Hinterhöfe der Großmächte werden wieder abgesteckt und die Souveränität kleinerer Staaten missachtet. Institutionen wie die der Vereinten Nationen scheinen zunehmend unfähig, die internationale Politik zu regeln. Vor allem eines habe sich aber geändert: Die Großmächte suchen nicht einmal mehr nach Vorwänden für ihre Aktionen, sagt Jörg Lau, außenpolitischer Korrespondent der ZEIT. Im Podcast analysiert er, wieso in der Außenpolitik wieder das Recht der Stärkeren gilt und wo Ähnlichkeiten zwischen Trump, Putin und Xi bestehen.
Künstliche Intelligenz wird immer mehr für kriminelle Zwecke genutzt. Dabei werden zum Beispiel massenhaft durch KI personalisierte Phishing-Nachrichten versendet. Sie sollen Nutzer auf dubiose Plattformen locken, um an Geld oder sensible Daten zu gelangen. Eigentlich haben die großen Chatbots wie Chat-GPT Sicherheitsschranken eingebaut, die kriminellen Missbrauch verhindern sollen. Aber inzwischen gibt es Programme, die die Schranken der Anbieter überwinden können. Und es gibt eigene Chatbots, die ganz ohne Schranken einsetzbar sind. Kai Biermann, Investigativredakteur der ZEIT, erklärt im Podcast, warum KI in den Händen von Kriminellen zu einem Wettrüsten führt.
Und sonst so? Die Heilpflanze des Jahres ist der Ingwer … Gesundheit!