Bahnverkehr läuft nach Wintersturm "Elli" langsam wieder an
Schnee, Wind und Glatteis: Sturmtief "Elli" hat den Bahnverkehr vielerorts lahmgelegt. Nun rollt er wieder an - allerdings noch bis morgen mit starken Einschränkungen. "Elli" zieht währenddessen Richtung Süddeutschland.

Stand: 10.01.2026 14:53 Uhr
Schnee, Wind und Glatteis: Sturmtief "Elli" hat den Bahnverkehr vielerorts lahmgelegt. Nun rollt er wieder an - allerdings noch bis morgen mit starken Einschränkungen. "Elli" zieht währenddessen Richtung Süddeutschland.
Die Folgen von Wintersturm "Elli" mit viel Schnee und Wind sind in weiten Teilen Deutschlands weiterhin zu spüren. Der Bahnverkehr soll aber wieder langsam anlaufen: Ab dem Mittag werde der im Norden zeitweise ausgesetzte Fernverkehr wieder den Betrieb aufnehmen - allerdings mit großen Einschränkungen, wie die Deutsche Bahn mitteilte.
Los ging es demnach auf der Achse Hamburg-Bremen-Osnabrück-NRW-Frankfurt. Eine Reihe von Verbindungen soll jedoch voraussichtlich erst am Sonntag wieder fahren, etwa die wichtige Nord-Süd-Strecke von Hamburg über Hannover nach Frankfurt sowie die Ost-West-Verbindung Berlin-Hannover-Ruhrgebiet. "Bitte prüfen Sie, ob Sie Ihre Reise verschieben können", mahnte die Bahn auf ihrer Internetseite.
Auch regional wieder Züge und Busse unterwegs
Auch der Regionalverkehr - vor allem in Niedersachsen und Schleswig-Holstein - bleibt heute eingeschränkt. Nach Angaben der Bahn ist mit einem reduzierten Angebot sowie Verspätungen und Ausfällen zu rechnen. Wie auch vielerorts die Busse standen viele Regionalzüge ebenfalls vorübergehend still.
Wie die Bahn weiter mitteilte, bleibt die Lage aufgrund der Witterung mit starkem Frost insbesondere um den Knoten Hannover und in Schleswig-Holstein dynamisch. Schneeverwehungen machten bereits geräumte Gleise wieder unbefahrbar und weitere Räum- und Erkundungsfahrten nötig. Weiterhin seien Weichen eingefroren und blockiert.
Flugbetrieb in Hamburg wieder angelaufen
Nach zahlreichen Ausfällen in den Vortagen hat sich der Betrieb am Hamburger Airport inzwischen weitgehend normalisiert. Dennoch werden Reisende gebeten, ihren Flugstatus laufend zu prüfen und sich bei Fragen direkt an die Fluggesellschaft zu wenden. Am Donnerstag und Freitag waren wegen des Sturmtiefs mehr als 100 Abflüge und Ankünfte ausgefallen. Die Räumfahrzeuge waren im Dauereinsatz.
Schnee, Minusgrade und Glatteis
"Elli" hatte bislang besonders den Norden Deutschlands getroffen. Zu Beginn des Wochenendes gab es viele Unfälle, ebenso im Osten. Im Süden blieb es dagegen ruhiger, doch genau dort zieht das Tief nun hin: Statt im Norden soll es nun in der Mitte und im Süden schneien - mit einem besonderen Fokus im Schwarzwald und im Allgäu. Dort sind nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis zur zweiten Hälfte der kommenden Nacht 20 bis 30, in den Hochlagen des Schwarzwalds sogar bis zu 50 Zentimeter Neuschnee möglich.