Bankeinbruch in Gelsenkirchen: "Das waren Schließfächer von Leuten, die 40 Jahre malocht haben"
SOURCE:Zeit Online|BY:DIE ZEIT: Geld - Celine Schäfer, Max Brugger
In Gelsenkirchen haben Einbrecher Tausende Schließfächer aufgebrochen und so Millionen erbeutet. Nun fragen sich viele in der Stadt: Warum lagerte hier so viel Geld?
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In Gelsenkirchen haben Einbrecher Tausende Schließfächer aufgebrochen und so Millionen erbeutet. Nun fragen sich viele in der Stadt: Warum lagerte hier so viel Geld?
2. Januar 2026, 17:28 Uhr
Dafür, dass Dieter Schramm Opfer eines der größten Einbruchscoups der deutschen Kriminalgeschichte ist, wirkt er an diesem Neujahrsmittag ziemlich entspannt. Gerade ist er noch mit seinem E-Bike durch Gelsenkirchen geradelt. Jetzt steht er in einem Kiosk zwischen Schokoriegeln, Bier und Vapes, nur wenige Meter vom Tatort entfernt und sagt: "Tja, im Leben kommt es immer anders, als man vermutet."
Schramm gehört eines der 3.250 Schließfächer im Tresorraum einer Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen-Buer – von denen fast alle am Wochenende nach den Weihnachtsfeiertagen aufgebrochen wurden. Laut ersten Erkenntnissen der Polizei gelangten die bislang unbekannten Täter über ein Parkhaus in einen Archivraum. Mit einem großen Bohrer durchbrachen sie die Wand zum Tresorraum mit den Schließfächern, in denen sich neben Bargeld wohl auch Schmuck, Gold und andere Wertgegenstände befanden. Die Polizei schätzt den Wert der Beute auf einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.