Berliner Stadtmission: Polizei ermittelt nach Brandstiftung an Kältebussen gegen 43-Jährigen
In Berlin wurde ein weiterer Kältebus der Berliner Stadtmission angezündet. Mitarbeitende konnten dabei einen Mann stellen – gegen ihn ermittelt nun die Polizei.
In Berlin wurde ein weiterer Kältebus der Berliner Stadtmission angezündet. Mitarbeitende konnten dabei einen Mann stellen – gegen ihn ermittelt nun die Polizei.
Aktualisiert am 2. Januar 2026, 11:20 Uhr Quelle: DIE ZEIT, svj
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Bereits am vergangenen Wochenende waren zwei Kältebusse der Berliner Stadtmission durch Brandstiftung beschädigt worden. © Sebastian Gollnow/dpa
Kurz nach dem Jahreswechsel ist ein dritter Kältebus der Berliner Stadtmission durch Brandstiftung beschädigt worden. Die Mitarbeitenden konnten dabei einen 43-Jährigen "auf frischer Tat" ertappen und der Polizei übergeben, wie der Verein auf Instagram mitteilte. Die Kriminalpolizei habe die Ermittlungen übernommen. "Wir sind dankbar, dass der Fall so abgeschlossen werden kann und unsere Kältebusse und Mitarbeitenden wieder sicher sind!", heißt es weiter. Eine Sprecherin der Berliner Polizei bestätigte der ZEIT die Angaben.
In einer Pressemitteilung der Polizei heißt es, dass eine Atemalkoholmessung einen Wert von circa 1,6 Promille bei dem Tatverdächtigen ergeben habe. Er sei in das Brandkommissariat des Landeskriminalamtes gebracht worden und werde noch am Freitag einem Haftrichter zur Prüfung eines Haftbefehls vorgeführt. Inwieweit die jüngste Tat mit jenen vom Wochenende im Zusammenhang stehe, sei Gegenstand der laufenden Ermittlungen, teilte die Polizei mit.
Am vergangenen Wochenende waren die ersten beiden Busse der Berliner Stadtmission durch einen mutmaßlichen Brandanschlag beschädigt worden. Eines der Fahrzeuge war dabei vollständig ausgebrannt, ein zweites wurde leicht beschädigt und war laut Tagesspiegel ebenfalls nicht mehr einsatzfähig.
Breite Unterstützung für Berliner Stadtmission
Mit den drei Bussen sind die Mitarbeitenden der Berliner Stadtmission sowie Ehrenamtliche im Winter unterwegs, um Wohnungslose mit Tee oder einem Schlafsack zu versorgen und sie auf ihren Wunsch zu einem sicheren Schlafplatz zu fahren. Ein viertes Fahrzeug wird zudem zur medizinischen Versorgung von obdachlosen Menschen genutzt. Nach den mutmaßlichen Brandanschlägen fungiert es übergangsweise als Ersatz-Kältebus.