Bürgerkrieg im Jemen: Separatistenanführer flieht offenbar aus dem Jemen
Nachdem er in Riad erscheinen sollte, ist ein Separatistenanführer offenbar aus dem Jemen geflohen. Dabei sollen ihm die Vereinigten Arabischen Emirate geholfen haben.
Nachdem er in Riad erscheinen sollte, ist ein Separatistenanführer offenbar aus dem Jemen geflohen. Dabei sollen ihm die Vereinigten Arabischen Emirate geholfen haben.
Aktualisiert am 8. Januar 2026, 9:43 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, iyf
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Der Separatistenanführer Aidarus al-Subaidi ist offenbar aus dem Jemen geflohen. © Fawaz Salman/Reuters
Der Anführer der jemenitischen Separatisten im Süden des Landes ist offenbar mithilfe der Vereinigten Arabischen Emirate aus dem Land geflohen. Aidarus al-Subaidi sei über Umwege nach Abu Dhabi gelangt, teilte die von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition mit. Er hätte zu Krisengesprächen in der saudischen Hauptstadt Riad erscheinen sollen.
Der Koalition zufolge floh al-Subaidi zunächst per Boot aus dem Jemen, bevor er von Somaliland aus ein Flugzeug nach Mogadischu bestieg. Von dort sei er unter Aufsicht von Offizieren der Emirate nach Abu Dhabi weitergeflogen. Die Separatisten teilten mit, dass al-Subaidi unter Androhung von Gewalt aufgefordert worden ist, nach Saudi-Arabien zu reisen. Stellungnahmen der Vereinigten Arabischen Emirate oder des Südlichen Übergangsrates lagen zunächst nicht vor.
Im Jemen herrscht seit 2014 Bürgerkrieg. Lange bekämpften Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate mit den von ihnen unterstützten Gruppen die islamistischen Huthi-Rebellen gemeinsam. Doch im vergangenen Monat kam es zum Bruch. Der von al-Subaidi geführte Südliche Übergangsrat, der eine Abspaltung des Südjemen anstrebt, eroberte dort zuletzt Gebiete. Die Vereinigten Arabischen Emirate hatten zudem nach einem Ultimatum Saudi-Arabiens angekündigt, ihre verbliebenen Truppen aus dem Land abzuziehen. Die Huthis kontrollieren weite Teile im Norden und Westen und werden vom Iran unterstützt.