CES: Google Gemini erkennt, welches Resteessen noch im Samsung-Kühlschrank steckt
Samsung stattet einen smarten Kühlschrank der Bespoke-Reihe mit Googles Chatbot und Bild-KI aus, um Einkaufslisten und Zutatenauswahl zu erleichtern.
KI ist in aller Munde – bei Samsung buchstäblich, statt nur sprichwörtlich. Auf der CES 2026 zeigte der Konzern eine neue Version eines smarten Kühlschranks mit Touchdisplay (Family Hub) und Innenkameras, der mithilfe von Googles aktueller KI-Generation beim Verwalten von Lebensmitteln, Einkaufen und Kochen helfen soll.
Bei dem Prototyp handelte es sich um einen Doppeltürkühlschrank der Bespoke-Produktreihe. Anders als in vorherigen Versionen assistiert darin nicht Samsungs Bixby-Sprachassistenz und Bild-KI, sondern die Algorithmen von Google Gemini.
Gemini weiß, was im Kühlschrank ist
Mithilfe von eingebauten Kameras und Bilderkennung informiert die Software auf Wunsch darüber, welche Lebensmittel sich im Kühlschrank befinden. Das versprachen schon bisherige Bespoke-Modelle. Im Unterschied zu deren KI-Unterbau soll die durch Google aufgeschlaute Software mehr als die momentan möglichen 37 frischen Lebensmittel und 50 von Hand angelernten, verarbeiteten Produkte erkennen. Wo das neue Maximum genau liegt, ließ Samsung offen. Unabhängig davon lassen sich in Küchenbehälter abgefüllte Speisen manuell erfassen und in einer per Kühlschrankdisplay und Smartphone-App abrufbaren Lebensmittelliste verwalten.
Die Bilderkennung von Google Gemini in Samsungs neuen KI-Kühlschrank soll etwa auch den Inhalt handbeschrifteter Behälter erkennen.
(Bild: Florian Müssig / heise medien)
Im Bestfall muss man dann im Supermarkt nicht rätseln, was noch für ein abendliches Gericht fehlt, sondern konsultiert dazu einfach die Software. Wer will, lässt sich auf Basis des Kühlschrankinhalts personalisierte Rezeptvorschläge ausspucken. Denkbar ist laut Samsung etwa ein Pfannengericht aus dem, was gerade im Gemüsefach vorrätig ist, oder einen Frühstücks-Smoothie mit den vorhandenen Früchten.
Google Gemini soll zudem Kochvideos in Schritt-für-Schritt-Rezepte verwandeln können. Wer einen vernetzten Bespoke-Backofen verwendet, kann die entsprechenden Gareinstellungen aus dem Rezept automatisch dorthin übertragen. Dann heizt der Ofen direkt auf die nötige Temperatur vor.
KI wartet noch auf Realitätscheck
Bei einem Ersteindruck während einer Produktdemonstration in Las Vegas funktionierten die neuen coolen KI-Tricks, allerdings nur im Rahmen eines vereinfachten Szenarios. Der Show-Kühlschrank war mit vergleichsweise wenig Objekten bestückt, die in Form, Farbe und Füllstand den idealisierten Abbildungen eines Supermarktprospekts entsprechen. Die räumlichen Lücken dazwischen waren groß.
