CES: Mova Viax: Smarte Kleingarten-Mähbots ab 600 Euro und 250 Quadratmeter
Mova zeigt auf der CES günstige Mähbots, die mit Lasersensorik und Kameras kleine Rasenflächen systematisch statt chaotisch kürzen.
Mähroboter, die kein Kabel und Satellitenkontakt brauchen, um Rasen von Beeten und Hindernissen zu unterscheiden, kosten bisher um die 1000 Euro aufwärts. Die Dreame-Marke Mova will die Einstiegsschwelle drücken, zeigt auf der Technikmesse CES Schnitthilfen mit Lidarsensorik und Kameras zu Preisen ab 580 Euro.
Anders als in dieser Preisregion üblich mähen die drei neuen Modelle namens Mova Viax den Rasen systematisch in parallelen Bahnen mit U-förmigen Wenden, nicht querfeldein per zeitraubendem Zufallsprinzip. Das unterscheidet Movas Neuzugänge von denen anderer Niedrigpreishersteller wie RoboUp, die in der kommenden Gartensaison mit Kampfpreisen um einen Platz im Rasenrevier rangeln.
Zu diesem Preis ist gemeinhin kein großer Akku drin. Für kleine Gärten ist das vollkommen okay. Die Neuzugänge sind darauf ausgelegt, pro Tag zwischen 250 und 500 Quadratmeter Rasenfläche zu kürzen. Die Flächenleistung verrät der sprechende Name. Der Mova Viax 250 kommt für 580 Euro und der Viax 300 für 600 Euro am 27. Januar auf dem Markt. Der Viax 500 kostet 750 Euro und startet im März in den Handel.
Smarte Spürnasen mit Laser und Kamera
Damit sich die Mähbots im Garten zurechtfinden, braucht man kein Begrenzungskabel zu verlegen. Ein GNSS-Modul etwa für GPS ist nicht eingebaut. Die Modelle Viax 250 und Viax 300 achten stattdessen mit zwei Kameras darauf, wo der Rasen endet und das Beet anfängt, oder ob Hindernisse den Weg versperren. Der Mähbot Viax 500 nimmt zusätzlich zu einer Stereokamera eine Lidar-Kuppel zu Hilfe, die die Umgebung mit 360-Grad-Rundumsicht scannt. Dadurch findet er sich besser bei schummrigem Licht oder bei starken Kontrasten mit hellem Sonnenschein und harten Schatten zurecht.
Die durch KI aufgeschlaute Gerätesoftware soll die Rasenfläche automatisch kartieren und als Grundriss abspeichern können. Eine per Smartphone-App gesteuerte Kennenlernrunde entfällt damit. Aufbauen und einschalten – viel mehr soll im Standardfall für eine Inbetriebnahme nicht nötig sein. Auf Wunsch lassen sich aber zwei Grundrisse und mehrere, etwa durch Wege getrennte, Arbeitszonen speichern.
Außer dem Weg erkennt die Bildverarbeitung laut Mova mehr als 300 typische Hindernisse im Garten – darunter Haustiere, Spielzeug, Rasensprenger und auch kleinere Tiere wie Igel. Das soll für einen möglichst unfallfreien Betrieb sorgen.
Den Rasen mähen die drei Roboter laut Mova ausdrücklich mit einer U-förmigen Wegeplanung. Das heißt, sie fahren die Arbeitsfläche in parallelen Bahnen ab und wenden an der Rasengrenze, um etwas versetzt in die Gegenrichtung zu steuern. Das verspricht gleichmäßigere Ergebnisse und eine kürzere Arbeitsdauer als bei chaotisch fahrenden Mährobotern günstiger Preiskategorie.
heise online ist Medienpartner der CES 2026
(dahe)