CES: Nvidia ACE: KI-Berater hilft in „Total War Pharaoh“
Nvidia demonstriert, wie die ACE-Technik in Spielen aushelfen kann: In „Total War: Pharaoh“ soll ein KI-Berater über Armeestärken und Rebellionen informieren.
Nvidia und Creative Assembly haben einen KI-Assistenten für das Strategiespiel „Total War: Pharaoh“ vorgestellt, der Spielern bei ihren Kampagnen im alten Ägypten aushelfen kann. Der KI-Helfer soll die aktuelle Spielsituation verstehen und unter anderem Fragen dazu beantworten, wie sich die eigene Armeestärke im Vergleich mit den Feinden verhält und wie sich in einer Provinz die Rebellion verhindern lässt.
Das basiert auf Nvidias ACE-Technik, die live mit Videospielen interagieren kann. In der Vergangenheit hat Nvidia etwa NPCs gezeigt, die dank ACE die aktuellen Spielumstände verstehen und sich dadurch realistischer verhalten können. In „Total War: Pharaoh“ wird ein neues Szenario demonstriert, in dem ein KI-Berater Spielern konkret Auskunft und Hilfestellung in ihrer aktuellen Situation geben kann.
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Die Berater-KI wurde dafür mit einer Datenbank aus Spieldaten und Tabellen trainiert, die sie mit dem aktuellen Spielzustand abgleichen kann. Mit dem Berater kann man laut einem Demo-Video von Nvidia und „Total War“-Entwickler Creative Assembly über eine Chat-Box interagieren. Darüber stellt man ihm Fragen, wie man es etwa bei ChatGPT tun würde. Auch die Antwort wird in dem Video als Text ausgegeben, eine KI-Sprachausgabe gibt es nicht.
KI-Berater braucht viel VRAM
Derzeit befindet sich der KI-Berater in „Total War: Pharaoh“ noch im experimentellen Stadium. In den kommenden Monaten will Creative Assembly ihn mit ausgewählten Mitgliedern der Community testen. Nähere Angaben dazu liegen noch nicht vor. Perspektivisch dürfte ein solcher KI-Assistent vor allem für Neueinsteiger interessant sein. „Pharaoh“ ist wie andere „Total War“-Spiele zumindest auf der Kampagnenkarte nur mittelmäßig komplex – nach ein paar Spielstunden sollte eine KI-Assistenz nicht mehr nötig sein.
Einen großen Nachteil hat der experimentelle KI-Berater in „Total War: Pharaoh“ noch: Er werde lokal ausgeführt und fresse im Alleingang 6 GByte VRAM, berichtet OC3D.net. Den Speicherbedarf des eigentlichen Spiels muss man noch dazurechnen. Nur etwa 10 Prozent der Steam-Nutzer haben laut dem aktuellen Steam Survey mehr als 12 GByte an VRAM zur Verfügung, die meisten haben 8 GByte – für den KI-Berater reicht das wohl nicht. Vor einem Release müssten Nvidia und Creative Assembly also noch den VRAM-Hunger des KI-Beraters reduzieren.
Nvidia arbeitet zusätzlich an Project G-Assist, einem auf Videospiele ausgelegten Chatbot, der ebenfalls Fragen zu Games beantworten und Grafikeinstellungen ändern kann. Im Gegensatz zu dem ACE-Berater interagiert er aber weniger tief mit dem eigentlichen Spiel und ist eher für allgemeine Performance-Fragen gedacht. Auch Microsoft arbeitet an einem ähnlichen Tool, das die Firma als „Copilot for Gaming“ bezeichnet.
heise online ist Medienpartner der CES 2026.
(dahe)