CES: SwitchBot Smart Home 2.0: Haushaltsroboter und biometrische Schlösser
SwitchBot zeigt im Rahmen von „Smart Home 2.0“ biometrische Schlösser, eine Wohlfühl-LED-Kugel und einen KI-Roboter, der sein Verhalten an die Wohnung anpasst.
Der chinesische Hersteller SwitchBot hat auf der CES 2026 sein Smart-Home-Konzept 2.0 vorgestellt, das einen Haushaltsroboter, mehrere smarte Türschlösser und eine Reihe Kleingeräte umfasst wie einen KI-Assistenten zur Sprachaufzeichnung und eine leuchtende Kugel.
Humanoider Haushaltsroboter
Der humanoide Haushaltsroboter onero H1 ist als flexibles System für schwer automatisierbare Aufgaben konzipiert. Den Abwasch machen und das Porzellan abstauben, dürfte er zwar noch nicht können, gegenüber den bisherigen runden und flachen Saug- und Wischrobotern markiert er aber einen mutigen Entwicklungsschritt.
Der Roboter hat Kopf, Arme und Hände, bewegt sich aber auf Rollen statt auf Beinen. So verfügt er über insgesamt 22 Freiheitsgrade. Das Gerät nutzt ein lokal arbeitendes Wahrnehmungs- und Lernmodell, das visuelle Daten, Tiefeninformationen und taktiles Feedback auswertet. Dadurch kann onero H1 Objekte greifen, schieben oder öffnen und sein Verhalten an unterschiedliche Wohnsituationen anpassen.
SwitchBots Haushaltsroboter onero H1 ist oben Humanoide und unten Rollwagen.
Der Roboter arbeitet mit bestehenden SwitchBot‑Geräten zusammen und soll in Kürze vorbestellbar sein. Er soll unter 10.000 US-Dollar kosten und bis Ende 2026 lieferbar sein.
Biometrische Türschlösser
Unter der „Lock Vision“-Serie vermarktet SwitchBot eine Reihe intelligenter Türschlösser mit 3D-Gesichtserkennung über Infrarot-Projektion. Mehr als 2.000 Messpunkte erzeugen dreidimensionale Gesichtsmodelle mit millimetergenauer Erkennung.
Das biometrische Türschloss SwitchBot Lock Vision Pro erkennt über Infrarot-Projektion Gesichter oder Handflächen.
(Bild: heise medien / André Kramer)
Das System soll gegenüber Hüten, Brillen und Make-up robust arbeiten. Eine Lebenderkennung soll Angriffe mit Fotos oder Videos verhindern. Alle biometrischen Daten verbleiben lokal im Gerät.
Die Schlösser unterstützen eine redundante Stromversorgung. Über den Matter‑Standard lassen sich die Schlösser ins Smart-Home-System integrieren.
SwitchBot Lock Vision Pro nutzt als biometrische Alternative kontaktlose Handflächenerkennung. Das soll auch funktionieren, wenn die Hände etwas nass oder schmutzig sind.
Das einfache Lock-Vision-Schloss soll 169,99 US-Dollar kosten, die Pro-Variante 229,99 US-Dollar. SwitchBot will sie allerdings nur in den USA anbieten. Eine Variante mit in Deutschland üblichen Schlössern ist derzeit nicht geplant.



