Chancenungleichheit in Deutschland: Ungleiche Chancen für alle
Kinder aus armen Familien bleiben oft arm. Wieso ist der soziale Aufstieg in Deutschland so schwer? Und: Wieso manche Iraner für die Rückkehr des Schahs protestieren
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Kinder aus armen Familien bleiben oft arm. Wieso ist der soziale Aufstieg in Deutschland so schwer? Und: Wieso manche Iraner für die Rückkehr des Schahs protestieren
11. Januar 2026, 5:58 Uhr
Der eigene Wohlstand hängt in Deutschland stärker vom Elternhaus ab als bisher angenommen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Münchner ifo Instituts für Wirtschaftsforschung. Demnach hat sich die Wahrscheinlichkeit sozial aufzusteigen im Vergleich zu den 1970er-Jahren deutlich verschlechtert. Nur noch etwa 10 Prozent der Kinder aus gering verdienenden Haushalten schaffen es in die Gruppe der Topverdiener. Dagegen verbleiben rund 40 Prozent der Kinder von Geringverdienenden selbst am unteren Einkommensende. Gerade der Schulabschluss spielt hier eine wichtige Rolle. Geld für Bücher und Nachhilfelehrer koste jedoch Geld, und gute Schulen finden sich eher in reichen Nachbarschaften. Wie es genau um die Aufstiegschancen bestellt ist und was sich für mehr Chancengleichheit tun lässt, weiß Christian Endt, stellvertretender Leiter des Datenressorts der ZEIT.
Bei den Protesten im Iran skandieren die Demonstrierenden neben "Tod dem Diktator" auch "Lang lebe der Schah". Teile der Opposition scheinen also auf eine Rückkehr zur Monarchie zu hoffen. Besonders der Sohn 1979 des gestürzten Schahs, Reza Pahlavi, wird adressiert. Aber wieso wünschen sich manche der Oppositionellen einen Übergang vom Ajatollah zum Schah? Das liegt laut ZEIT-Volontär Omid Rezaee an einer verklärten Vergangenheit: Viele sehnten sich nach Stabilität, Modernität und internationalem Ansehen, wie zur Zeit des Schahs. Außerdem sind Teile der Opposition vorbelastet, da sie der Ajatollah-Diktatur mit dem Sturz des Schahs den Weg bereiteten.
Und sonst so? Wie es Grönlandhaie schaffen, jahrhundertelang gut zu sehen.