China und Taiwan: USA kritisieren chinesisches Großmanöver rund um Taiwan
Xi Jinping hatte Taiwan in seiner Neujahrsansprache mit "Wiedervereinigung" gedroht. Die US-Regierung fordert ihn nun auf, den militärischen Druck zu beenden.
Xi Jinping hatte Taiwan in seiner Neujahrsansprache mit "Wiedervereinigung" gedroht. Die US-Regierung fordert ihn nun auf, den militärischen Druck zu beenden.
1. Januar 2026, 22:57 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, sbo
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Chinesische Militärschiffe patrouillieren am 30. Dezember vor der Insel Pingtan, nah vor Taiwan. © Adek Berry/AFP/Getty Images
Die USA haben das jüngste chinesische Großmanöver rund um Taiwan kritisiert. Chinas militärische Aktivitäten und Rhetorik gegenüber Taiwan und anderen Staaten der Region "vergrößern unnötigerweise die Spannungen", teilte der Sprecher des US-Außenministeriums, Tommy Pigott, mit. Er appellierte an China, "Zurückhaltung zu üben, seinen militärischen Druck auf Taiwan zu beenden und sich stattdessen auf einen konstruktiven Dialog einzulassen".
Die chinesische Armee hatte am Montag und Dienstag ein Manöver mit Dutzenden Kampfflugzeugen und Marineschiffen rund um die demokratisch regierte Insel Taiwan abgehalten und dabei auch Raketen abgefeuert. Simuliert wurden die Blockade wichtiger taiwanischer Häfen und Angriffe auf Ziele zur See.
Eine Reihe westlicher Staaten – darunter Deutschland, Frankreich und Australien sowie die EU – zeigte sich besorgt über das Großmanöver. US-Präsident Donald Trump hatte hingegen am Montag demonstrativ gelassen reagiert. Er habe eine "großartige Beziehung" zum chinesischen Staatschef Xi Jinping, sagte er. "Ich glaube nicht, dass er das tun wird", fügte Trump offenbar in Bezug auf eine mögliche chinesische Invasion in Taiwan hinzu.