Crans-Montana: Feuerwerk auf Champagnerflaschen soll Brand in Bar ausgelöst haben
Im Schweizer Skiort Crans-Montana konnten erste Spuren gesichert werden. Ermittler gehen davon aus, dass das Feuer durch bengalisches Feuerwerk ausgelöst wurde.
Im Schweizer Skiort Crans-Montana konnten erste Spuren gesichert werden. Ermittler gehen davon aus, dass das Feuer durch bengalisches Feuerwerk ausgelöst wurde.
Aktualisiert am 2. Januar 2026, 18:35 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, Reuters, als , yer
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Die Ermittlungen in Crans-Montana laufen. © Harold Cunningham/Getty Images
Nach dem verheerenden Brand im Schweizer Skiort Crans-Montana gehen die Ermittler davon aus, dass das Feuer durch Sprühfontänen ausgelöst wurde. "Wir gehen derzeit davon aus, dass das Feuer von bengalischem Feuerwerk ausgegangen ist, das in Champagnerflaschen steckte und das zu nah an die Decke kam", sagte Beatrice Pilloud, Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, bei einer Pressekonferenz. Das Feuer habe sich schnell zu einem Brand ausgebreitet.
Am Ort konnten demnach erste Spuren gesichert werden. Auch die Auswertung von Videos und mehrere Zeugenaussagen bekräftigen Pilloud zufolge diese Theorie. Bei den befragten Zeugen handelt es sich demnach um die französischen Betreiber und Gäste der Bar, die entkommen konnten. "Es wird geprüft, ob eine strafrechtliche Verfolgung wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet wird", sagte die Generalstaatsanwältin. Ob es in der Bar möglicherweise Verstöße gegen Brandschutzbestimmungen gab, ist Teil der Ermittlungen. Untersucht wird ebenfalls, ob es geeignete Feuerlöschsysteme und Fluchtwege gab und wie viele Personen genau zum Unglückszeitpunkt in der Bar waren.
Auch wenn die Ermittler derzeit davon ausgehen, dass der Brand durch bengalisches Feuerwerk ausgelöst wurde, werden weitere Hypothesen untersucht. "Kein Szenario wird beiseitegelegt", sagte die Generalstaatsanwältin. Das Feuer war in der Silvesternacht in der Bar Le Constellation in dem Schweizer Skiort ausgebrochen und hatte sich schnell ausgebreitet.
Der Betreiber der Bar hat sich im Gespräch mit Schweizer Medien erstmals zu dem Unglück geäußert. "Wir können weder schlafen noch essen, es geht uns allen sehr schlecht", sagte Jacques Moretti, der die Bar gemeinsam mit seiner Frau betreibt, . "Wir werden alles tun, um mitzuhelfen, die Ursachen zu klären. Wir tun alles in unserer Macht Stehende. Auch unsere Anwälte sind involviert", wird der Wirt weiter zitiert. sagte Moretti, dass die Bar in den vergangenen zehn Jahren dreimal überprüft worden sei. Alles sei "vorschriftsgemäß" abgelaufen.