Crans-Montana: Schweizer Polizei identifiziert weitere Tote
Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana hat die Polizei inzwischen 24 der 40 Opfer identifiziert. Für den 9. Januar plant die Schweiz einen nationalen Trauertag.
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Nach der Brandkatastrophe in Crans-Montana hat die Polizei inzwischen 24 der 40 Opfer identifiziert. Für den 9. Januar plant die Schweiz einen nationalen Trauertag.
4. Januar 2026, 10:33 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, dpa, lk
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Das Unglück in Crans-Montana ist eine der schlimmsten Brandkatastrophen, die die Schweiz je erlebt hat. © Baz Ratner/AP/dpa
Die Schweizer Polizei hat 16 weitere Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana identifiziert. Bei dem Feuer in einer Bar in der Silvesternacht waren 40 Menschen ums Leben gekommen. Unter den nun identifizierten Toten sind laut der Walliser Polizei zehn Schweizer, zwei Italiener, eine Person mit italienisch-emiratischer Staatsbürgerschaft, ein Rumäne, ein Franzose und ein Türke. Zahlreiche Opfer sind minderjährig, das bislang jüngste identifizierte Opfer ist eine 14-jährige Schweizerin. Die Namen gab die Polizei nicht bekannt. Insgesamt wurden damit 24 der 40 Opfer identifiziert.
Die Gemeinde Crans-Montana kündigte für den 9. Januar eine offizielle Gedenkfeier an. Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin sagte, er werde daran teilnehmen. Ob auch ausländische Staatschefs anreisen, sei noch unklar. Für denselben Tag ist zudem ein nationaler Trauertag geplant. Zu Beginn der Trauerfeier sollen im ganzen Land die Kirchenglocken läuten, begleitet von einer landesweiten Schweigeminute. "In diesem Moment der Stille können alle Menschen in der Schweiz – und weltweit – persönlich der Opfer der Katastrophe gedenken", sagte Parmelin.
Bei der Katastrophe war in der Bar Le Constellation in Crans-Montana in der Silvesternacht ein Feuer ausgebrochen. Die Ermittler gehen davon aus, dass , das in Champagnerflaschen steckte. Viele junge Menschen konnten sich nicht mehr oder nur schwer verletzt nach draußen retten. Offiziellen Angaben zufolge gab es bei dem Brand 40 Tote und 119 Verletzte. Bis Samstag hatte die Polizei vier der Opfer identifiziert, allesamt Schweizer zwischen 16 und 21 Jahren. Deutsche Opfer wurden bislang nicht gemeldet.