Digitalisierung: Digitalminister Wildberger sieht Fortschritte bei Staatsmodernisierung
Weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung: Bundesdigitalminister Karsten Wildberger sieht Deutschland auf einem guten Weg. Bald würden Veränderungen für Bürger spürbar.
Weniger Bürokratie, mehr Digitalisierung: Bundesdigitalminister Karsten Wildberger sieht Deutschland auf einem guten Weg. Bald würden Veränderungen für Bürger spürbar.
Aktualisiert am 2. Januar 2026, 13:18 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, als
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Karsten Wildberger sieht die Modernisierung in Deutschland als "Daueraufgabe". © Kay Nietfeld/dpa
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) sieht Deutschland auf gutem Weg bei der Staatsmodernisierung. Im neuen Jahr würden für die Bürgerinnen und Bürger positive Veränderungen spürbar werden, sagte Wildberger der Nachrichtenagentur dpa. Es seien viele "Dinge in der Pipeline", weitere würden auf den Weg gebracht. Gleichzeitig sprach der Minister von einer Daueraufgabe. "Sie gehen ja auch nicht ein Jahr ins Gym und sagen dann: 'Jetzt bin ich fertig'", sagte Wildberger.
Das Ministerium für Digitales und Staatsmodernisierung wurde mit dem Antritt der Regierung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Mai neu aufgebaut. Merz hatte den früheren MediaMarktSaturn-Chef aus der Wirtschaft in sein Kabinett geholt und ihm die Aufgabe aufgetragen, Verwaltungsprozesse in Deutschland zu vereinfachen, zu beschleunigen, zu digitalisieren und Bürokratie abzubauen. Im Herbst hatte die Bundesregierung eine sogenannte Modernisierungsagenda für den Bund beschlossen, die Bundesländer später auch für die Länderebene. Geplant sind demnach mehr als 200 Vorhaben zur Modernisierung der Verwaltung mit Vereinfachungen für Bürger und Unternehmen.
Digitale Brieftasche und KI in der Verwaltung
Das Beantragen von Ausweisen soll künftig leichter werden, ebenso wie Um- und Abmeldungen. Zudem gibt es neue Regeln für den Personalausweis – für über 70-Jährige soll er künftig unbefristet gültig sein. Geplant sind außerdem Vereinfachungen bei Steuererklärungen und im Geschäftsverkehr mit Behörden; statt Briefen sollen künftig E-Mails ausreichen. In der soll künstliche Intelligenz beim Sortieren und Prüfen von Anträgen helfen, um Sachbearbeiter zu entlasten.