DRAM- und NAND-Preise steigen weiter massiv: AMD erwägt AM4-Comeback
Speicherhersteller ziehen die Daumenschrauben weiter an. AMD könnte zur Entlastung eingestellte AM4-Prozessoren zurückbringen.
Die Preise für Arbeitsspeicher und SSDs sollen in den kommenden Monaten weiter erheblich steigen. Von Erhöhungen bis 70 Prozent ist die Rede. Sie betreffen alle Speicherarten, manche allerdings besonders stark, andere weniger. Bei NAND-Flash für SSDs ist etwa von bis zu 38 Prozent die Rede.
Die 70 Prozent bringt The Korea Economic Daily ins Gespräch. Laut der Zeitung wollen die südkoreanischen Hersteller Samsung und SK Hynix die Vertragspreise für Server-DRAM im ersten Quartal verglichen mit Ende 2025 so weit anheben.
Serverspeicher ist aufgrund der vielen neuen KI-Rechenzentren besonders gefragt. Bisher waren die Preissteigerungen dort moderater als im Einzelhandel für Desktop-PC-RAM, auch weil die Hersteller ihre Produktion stärker auf Serverprodukte ausgerichtet haben. Deswegen bleiben seit Monaten weniger Speicherbausteine für Desktop-PCs, Notebooks, Smartphones und andere Geräte übrig.
Branchenübergreifend schätzen Marktbeobachter die DRAM-Preissteigerungen auf 55 bis 60 Prozent (Trendforce) beziehungsweise 40 bis 50 Prozent (Counterpoint) im ersten Quartal ein. Das soll explizit ein weiteres Mal Speicherriegel für Desktop-PCs und Notebooks einschließen.
AMD könnte Ryzen-5000-CPUs zurückbringen
Um die Preissituation zumindest etwas zu entschärfen, denkt AMD derzeit über die Wiedereinführung älterer AM4-Prozessoren nach. Das verriet AMDs Leiter der Ryzen-Sparte, David McAfee, auf der Technikmesse CES gegenüber US-Medien wie Tom’s Hardware.
Früher beliebte Modelle wie der Gaming-Achtkerner Ryzen 7 5700X3D sind derzeit nicht mehr erhältlich. Da AM4 noch DDR4-RAM verwendet, könnten zumindest Interessierte kostengünstig aufrüsten, die noch entsprechende Riegel übrig haben.
Neukäufer würden zumindest etwas sparen: 32 GByte DDR4 (ab 201,67 €) kosten aktuell mehr als ein Drittel weniger als 32 GByte DDR5. Zusätzlich sind AM4-Mainboards günstiger als AM5-Modelle.
Im Gegenzug ist die Ryzen-5000-Baureihe mit Zen-3-Architektur längst nicht mehr die flotteste. AMD hat seitdem Ryzen 7000 und Ryzen 9000 vorgestellt.
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(mma)