"Egal" an der Berliner Schaubühne: Die Liebesgegner
Mit Wärmedecken und heißem Tee beginnt das neue Theaterjahr in Berlin: "Egal" von Marius von Mayenburg an der Schaubühne ist eine hoch unterhaltsame Beziehungskomödie.
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Mit Wärmedecken und heißem Tee beginnt das neue Theaterjahr in Berlin: "Egal" von Marius von Mayenburg an der Schaubühne ist eine hoch unterhaltsame Beziehungskomödie.
10. Januar 2026, 13:56 Uhr

Ein paradoxer Wettkampf: Stefan Stern und Marie Burchard als dauerstreitendes Paar in "Egal" von Marius von Mayenburg an der Berliner Schaubühne © Gianmarco Bresadola/ Schaubühne
Simone und Erik sind ein ideales Paar: Ohne einander wären sie nicht lebensfähig. Miteinander allerdings sind sie es auch nicht. Nichts fasziniert sie so sehr wie die Mängel, die sie in ihrer Beziehung erkennen. Ihr spezieller Masochismus besteht darin, einander zu verhören, zu misstrauen und in Hinterhalte zu locken. In jeder Frage, die er ihr stellt, steckt eine Falle. Alles, was sie ihm sagt, hat einen taktischen Sinn. Es geht nur darum, sich moralische Überlegenheit, also Macht über den anderen zu verschaffen. Diese Beziehung ist ein paradoxer Wettkampf: Beide wollen der schwächere Part sein, der weniger schuldige.