Erich von Däniken ist tot: Spezialist für das Galaktische
Von der Wissenschaft wurde Erich von Däniken nie ernst genommen - sein Erfolg litt darunter nie. Bis zuletzt füllte der Autor große Hallen, wenn er von angeblichen Alien-Spuren auf der Erde berichtete. Nun ist der Schweizer gestorben. Von K. Hondl.

Zum Tod von Erich von Däniken Selbsternannter Spezialist für das Galaktische
Stand: 11.01.2026 17:36 Uhr
Von der Wissenschaft wurde Erich von Däniken nie ernst genommen - sein Erfolg litt darunter nie. Bis zuletzt füllte der Autor große Hallen, wenn er von angeblichen Alien-Spuren auf der Erde berichtete. Nun starb der Schweizer.
Für seine vielen Millionen Leserinnen und Leser und Fans in aller Welt hatte Erich von Däniken vor allem eine Botschaft, die er jahrzehntelang in Büchern, Filmen und Vorträgen wiederholte - auch hier, im Alter von 88 Jahren, in einer Doku des Schweizer Senders SRF:
Vor vielen Jahrtausenden, zu einem Zeitpunkt, als unsere Vorfahren Steinzeitmenschen waren, da landeten mal Außerirdische. Unsere Vorfahren begriffen nichts, sie hatten keine Ahnung von Technologie, und sie meinten irrtümlicherweise diese Außerirdischen seien Götter.
Und so hätten, meinte von Däniken, die Aliens bei ihrem Besuch auf der Erde in Kulturen wie den ägyptischen Pharaonen oder der Maya bleibende Spuren hinterlassen. So war er etwa überzeugt: Die geheimnisvollen "Nazca"-Linien in Peru, auf einem Hochplateau südlich der Hauptstadt Lima, seien in Wahrheit Landebahnen der Außerirdischen.
Noch im hohen Alter begeisterte der selbsternannte Spezialist für Galaktisches und Urvater der sogenannten "Präastronautik" seine Anhänger. Von Däniken füllte mit seinen Vorträgen große Hallen wie 2023 in der Schweiz.
"Wir hatten Besuch aus dem Weltall"
"Wieso stehe ich hier als 88-Jähriger und erzähle die Geschichten ziemlich emotionsgeladen?", fragte er dort. "Weil ich überzeugt bin: Wir hatten Besuch aus dem Weltall. Die waren vor Jahrtausenden da und die sind wieder da! Und das sollten wir endlich begreifen, denn es tut uns gut."
Von der Wissenschaft wurden von Dänikens Thesen nie ernst genommen. Archäologen kritisierten den Schweizer Hobbyforscher als hoffnungslosen Spinner und Phantasten. Darüber ärgere er sich schon lange nicht mehr, da stehe er einfach drüber, sagte von Däniken vor einigen Jahren in einem Interview. Sein Erfolg hat unter der Kritik ohnehin nie gelitten - im Gegenteil.
Ausgebildeter Koch und Hotelier
Möglicherweise lag es auch an der geschickten Verknüpfung seiner steilen Thesen mit tatsächlichen wissenschaftlichen Erkenntnissen und spannend bleibenden Rätseln der Weltgeschichte.
