Etwa 40 Tote und 115 Verletzte nach Brand in Bar in Crans-Montana
In der Silvesternacht ist in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana ein Feuer ausgebrochen. Die Polizei teilte mit, dass ungefähr 40 Menschen ums Leben gekommen und etwa 115 Menschen verletzt worden seien. Die Brandursache ist unklar.

Stand: 01.01.2026 18:50 Uhr
In der Silvesternacht ist in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana ein Feuer ausgebrochen. Die Polizei teilte mit, dass ungefähr 40 Menschen ums Leben gekommen und etwa 115 Menschen verletzt worden seien. Die Brandursache ist unklar.
Nach einem Brand in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana haben die Behörden konkrete Angaben zum Ausmaß des Unglücks gemacht. Ungefähr 40 Menschen seien ums Leben gekommen und etwa 115 verletzt worden, die meisten von ihnen schwer, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler.
Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin sagte auf einer Pressekonferenz, es handle sich "um eine der schlimmsten Tragödien, die es in unserem Land jemals gab". Viele der Opfer seien jung gewesen. Die Identifizierung der Toten und Verletzten wird nach Angaben der Schweizer Behörden allerdings einige Zeit dauern.
"Wir haben viele Schwerverletzte, viele stark Verbrannte", sagte der Präsident der Regierung im Kanton Wallis, Mathias Reynard. Zahlreiche Verletzte wurden mit ihren schweren Brandverletzungen in Krankenhäuser in Lausanne, Zürich und Genf sowie in weitere Kliniken geflogen. Bislang ist bekannt, dass unter den Verletzten auch etwa 15 italienische und zwei französische Staatsbürger sind, wie die Außenministerien beider Länder bekannt gaben.
Brand brach um 1.30 Uhr aus
Das Feuer war in der Silvesternacht gegen 1.30 Uhr in der Bar "Le Constellation" ausgebrochen. Die Ermittler schließen einen Anschlag als Unglücksursache aus. Vielmehr sei es in der Bar "infolge eines Brandes zu einem Flashover" gekommen, "der eine oder mehrere Explosionen zur Folge hatte".
Zur Ursache des Feuers machte die zuständige Staatsanwältin noch keine genauen Angaben. "Es gibt mehrere Hypothesen, unsere Hauptthese ist, dass der gesamte Raum Feuer gefangen hat, und das zu einer Explosion geführt hat", sagte die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Beatrice Pilloud.
Augenzeugen berichteten, dass die Holzdecke des Kellergeschosses der Bar in Brand geraten war. Einige machten dafür Kerzen verantwortlich, andere Tischfeuerwerk. Nach Angaben von Augenzeugen war der Weg vom Keller der Bar ins rettende Freie nur über eine Treppe möglich.
Pilloud machte deutlich, dass es zu früh sei, etwas zu diesen Punkten zu sagen, auch wenn sie die Treppe gesehen habe. Die Ermittlungen liefen und würden auch die Frage der Sicherheitsstandards behandeln. Es seien bereits Zeugen vernommen und Mobiltelefone sichergestellt worden.