EU-Mercosur-Abkommen: Frankreich stimmt gegen Mercosur-Abkommen
Frankreich wird am Freitag auf EU-Ebene gegen den Handelsdeal mit den Mercosur-Staaten stimmen. Das Abkommen stamme aus einer anderen Zeit, sagt Emmanuel Macron.
BenachrichtigungPfeil nach linksPfeil nach rechtsMerklisteAufklappenAbspielenPauseAbspielenWiederholen
Frankreich wird am Freitag auf EU-Ebene gegen den Handelsdeal mit den Mercosur-Staaten stimmen. Das Abkommen stamme aus einer anderen Zeit, sagt Emmanuel Macron.
Aktualisiert am 8. Januar 2026, 20:25 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, mga
Ihr Browser unterstützt die Wiedergabe von Audio Dateien nicht. Download der Datei als mp3: https://zon-speechbert-production.s3.eu-central-1.amazonaws.com/articles/4d10887f-5efc-476a-93bb-271ba0cc1de1/full_2aecd17c40162cbe1a470f473e549a7e7ee5bf8076f185e2ffe66f5cb309f6554c87ab1d691bc5080ebe1ffd09397ac1.mp3

Französische Landwirte demonstrieren am 8. Januar vor der französischen Nationalversammlung gegen das Handelsabkommen zwischen der EU und den Mercosur-Staaten. © Benoit Tessier/Reuters
Frankreich wird dem Mercosur-Handelsdeal an diesem Freitag in Brüssel nicht zustimmen. Das teilte der französische Präsident Emmanuel Macron mit. Die Ablehnung Frankreichs zu dem Abkommen war erwartet worden.
Auf X schrieb Macron, die jüngsten Debatten in der französischen Nationalversammlung und im Senat hätten deutlich gezeigt, dass das Abkommen in Frankreich politisch einstimmig abgelehnt werde – trotz unbestreitbarer Fortschritte und Nachbesserungen. "Vor diesem Hintergrund wird Frankreich gegen die Unterzeichnung des Abkommens stimmen", sagte Frankreichs Staatsoberhaupt.
Zwar befürworte Frankreich den internationalen Handel, sagte Macron. Doch das Handelsabkommen zwischen der Europäischen Union und den vier südamerikanischen Mercosur-Staaten Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay sei aus einer anderen Zeit. Zu lange sei es auf einer zu alten Grundlage ausgehandelt worden.
An dieser Stelle ist ein externer Inhalt eingebunden
Zum Anschauen benötigen wir Ihre Zustimmung
Abstimmung von Dezember auf Januar verschoben
Weiter kritisierte der französische Präsident, das Abkommen habe nur einen sehr begrenzten Einfluss auf das Wirtschaftswachstum in Frankreich und der EU, was es nicht rechtfertige, den sensiblen Agrarsektor zu gefährden. Frankreichs Landwirte lehnen den Handelspakt ab, weil sie unverhältnismäßige Konkurrenz durch günstige Importe aus Südamerika fürchten. Sie hatten .