Explosionen in Caracas: Venezuelas Präsident ruft nationalen Notstand aus
Nicolás Maduro wirft den USA einen "schweren militärischen Angriff" vor. Der Präsident ordnete die Mobilisierung der Bevölkerung an.
Maduro wirft den USA laut einer Erklärung einen "schweren militärischen Angriff" vor. Der nationale Notstand und die Mobilisierung der Bevölkerung wurden angeordnet.
Aktualisiert am 3. Januar 2026, 10:53 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, Reuters, svj
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Venezuelas Präsident Nicolás Maduro hat den nationalen Notstand ausgerufen. © Jeampier Arguinzones/dpa
Nach Berichten über mehrere Explosionen in der venezolanischen Hauptstadt Caracas hat Präsident Nicolás Maduro laut einer Regierungserklärung den nationalen Notstand ausgerufen und die Mobilisierung der Bevölkerung angeordnet. Maduro warf den USA demnach einen "schweren militärischen Angriff" vor. Wie US-Präsident Donald Trump später auf seiner Online-Plattform schrieb, wurde der venezolanische Staatschef im Zuge der Angriffe gefangen genommen und in die Vereinigten Staaten ausgeflogen.
In der Erklärung der Regierung in Caracas hieß es, Venezuela klage "vor der internationalen Gemeinschaft die sehr schwere militärische Aggression der gegenwärtigen Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika gegen das venezolanische Territorium und die venezolanische Bevölkerung" an. "Das ganze Land muss sich mobilisieren, um diese imperialistische Aggression zu besiegen", heißt es weiter. Sie wirft den USA vor, Öl und Bodenschätze an sich bringen zu wollen, "um die politische Unabhängigkeit des Landes gewaltsam zu brechen".
Kolumbiens Präsident ruft Vereinte Nationen an
Auch der kolumbianische Präsident Gustavo Petro äußerte sich zu den Geschehnissen im Nachbarland. "Ich alarmiere die ganze Welt, dass Venezuela angegriffen wurde", heißt es in einer Erklärung. Petro beantragte eine sofortige Krisensitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) sowie der Vereinten Nationen, um die Rechtmäßigkeit des Angriffs zu prüfen.