Feuer in Patagonien - Tausende Urlauber evakuiert
Bei Bränden in Patagonien sind mehr als 5.500 Hektar Wald abgebrannt. Hunderte Feuerwehrleute sind im Einsatz. Tausende Urlauber wurden in Sicherheit gebracht. Von Oliver Neuroth.

Stand: 11.01.2026 06:21 Uhr
Bei Bränden in Patagonien sind mehr als 5.500 Hektar Wald abgebrannt. Hunderte Feuerwehrleute sind im Einsatz. Tausende Urlauber wurden in Sicherheit gebracht.
Von Oliver Neuroth
Im Süden Argentiniens sind heftige Waldbrände ausgebrochen. Die Behörden mussten mehrere Tausend Touristen in Sicherheit bringen. Die Feuer wüten in der dünn besiedelten Region Patagonien, in einem stark bewaldeten Gebiet nahe der Grenze zu Chile.
Mehr als 350 Feuerwehrleute sind im Einsatz, auch mit Löschflugzeugen und Hubschraubern. Bisher sind mehr als 5.500 Hektar Wald abgebrannt, das entspricht einer Fläche von etwa 10.000 Fußballfeldern. Lokale Medien schreiben von der "größten Tragödie in der Region seit 20 Jahren".
Flucht vor den Flammen: Starker Wind facht die Feuer immer wieder an.
Tausende Urlauber in Sicherheit gebracht
Auch Bäume, die mehrere Hundert Jahre alt waren, sind den Flammen zum Opfer gefallen, die ältesten des Landes. Die Behörden gehen davon aus, dass die Brände gelegt worden sind. Hintergründe sind bisher unklar.
In Südamerika ist jetzt Sommer, die Böden sind ausgetrocknet. Starker Wind im Süden Argentiniens facht die Flammen immer wieder an. Aktuell ist auch die Hauptsaison für den Tourismus. Im Ort El Hoyo brachte die Feuerwehr mehr als 3.000 Urlauber in Sicherheit. Patagonien zieht mit seinen spektakulären Gebirgslandschaften vor allem Aktivurlauber aus Nordamerika, aber auch aus Europa an.