Fraimic: KI-Bilderrahmen generiert auf Zuruf eigene „Kunstwerke“
Digitale Bilderrahmen mit E-Ink-Displays gibt es bereits, Fraimic ergänzt jetzt eine KI: Damit kann man sich jederzeit ein Wunschbild generieren lassen.
Fraimic stellt auf der CES in Las Vegas einen digitalen Bilderrahmen vor, der auf Zuruf neue Bilder generieren können soll. Möglich wird das dank eines eingebauten Mikrofons und einer KI-Technik von OpenAI. Der KI-Bilderrahmen kommt demnach in zwei verschiedenen Größen, einmal in 36×46 cm Größe und einmal in 61×92 cm Größe – das sind 14×18 beziehungsweise 24×36 Zoll. Im hauseigenen Shop kann man die Bilderrahmen für 347 oder 869 Euro vorbestellen, ab dem Frühjahr sollen sie ausgeliefert werden. Dank des farbigen E-Ink-Displays sollen die mindestens fünf Jahre funktionieren, ohne dass sie an der Steckdose geladen werden müssen. Pro Jahr soll man 100 KI-Bilder generieren können, Fraimic verspricht, dass dabei kein „KI-Müll“ („AI-Slop“) herauskommen soll.
Auch ohne KI nutzbar
In den Bilderrahmen von Fraimic ist ein Display des Typs Spectra 6 von E-Ink verbaut, das gibt es auch in anderen digitalen Bilderrahmen. Das flimmert nicht und verbraucht nur beim Motivwechsel Strom. Auf den ersten Blick sind die angezeigten Bilder kaum von Drucken auf Papier zu unterscheiden. Das gilt allerdings nur, wenn man sich bis auf Armeslänge nähert. Ab dann tritt die recht grobe Pixelstruktur des Bildschirms zutage. Abheben will sich Fraimic von der Konkurrenz stattdessen durch die KI-Anbindung. Bilder soll man nicht nur direkt vor dem Rahmen per Zuruf generieren können, auch per App soll das möglich sein. Darüber lassen sich demnach aber ganz herkömmlich Bilder auf den Bilderrahmen schicken, das soll sogar ohne Cloudanbindung direkt im WLAN funktionieren.
Um vom Bilderrahmen ein neues Bild generieren zu lassen, muss man erst auf einen unsichtbaren Knopf im Passepartout drücken, danach ist das Mikrofon aktiviert. Die KI-Technik soll dann dank „fachmännisch erstellten Stilvorlagen“ aus simplen Beschreibungen „atemberaubende, zusammenhängende Kunstwerke“ schaffen. Wer nichts von solcher „KI-Kunst“ hält, soll den Bilderrahmen aber ebenfalls nutzen können, die Funktion „Voice-To-Vision“ lässt sich laut Fraimic komplett deaktivieren. Übrig bleibe ein „vielseitiges E-Ink-Display“ zum Teilen „ihrer Lieblingskunstwerke und wertvollen Fotos“. Der Hersteller versichert zudem, dass selbst bei aktivierter KI-Integration die generierten Inhalte nicht zum Training der eigenen Modells genutzt würden.
heise online ist Medienpartner der CES 2026
(mho)