Fußball-Bundesliga: Schiedsrichter-Ärger und nächster Platzverweis: HSV hadert
11. Januar 2026, 5:47 Uhr Quelle: dpa Hamburg/Schleswig-Holstein

Merlin Polzin hadert mit der einen oder anderen Entscheidung. © Silas Stein/dpa
Nach dem nächsten missglückten Auswärtsauftritt in der Fußball-Bundesliga richtet sich der Ärger des Hamburger SV auch gegen das Schiedsrichtergespann um Timo Gerach. «Auch wenn wir versuchen, hanseatisch cool zu bleiben, ist es so, dass es in mir doch brodelt, was die eine oder andere Situation angeht», sagte Trainer Merlin Polzin nach dem 1:2 beim SC Freiburg.
Vor allem die Entstehung des zweiten Gegentreffers ärgerte den Coach. «Ich muss jetzt aufpassen, was ich sage. Aber ich habe das aus jeder Perspektive gesehen: Der Ellenbogen ist klar im Gesicht. Er hat da rein gar nichts zu suchen. Es ist ein klares Foulspiel, ein absoluter Kopftreffer», so der 35-Jährige. «Es geht mir nicht um den Fehler. Wir können uns alles schönreden und immer wieder eine Erklärung finden - das ist sicherlich möglich. Aber es wäre nicht schlimm, wenn man einfach sagt, dass das eine Fehlentscheidung war. Es geht einfach um den Umgang mit dem Fehler.» Durch die Niederlage wartet der Aufsteiger weiter auf den ersten Dreier in der Fremde seit seiner Erstliga-Rückkehr.
Wieder ein Platzverweis
Dabei kassierten die Norddeutschen mit der Gelb-Roten Karte von Daniel Elfadli die mittlerweile sechste Hinausstellung in dieser Saison. Ein Disziplinproblem sieht Nicolai Remberg jedoch nicht. «Das klingt fies», sagte der Mittelfeldspieler. «Ich weiß nicht, ob es Unerfahrenheit ist - vielleicht irgendwo auch ein bisschen. Aber klar, wenn du immer Gelb-Rot siehst und hinterherrennen musst, dann ist es schwer.» In Freiburg hatten die Gäste aber vor allem auch in der ersten halben Stunde große Probleme.
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