Fußball-Bundesliga: Sportvorstand Stefan Kuntz verlässt HSV überraschend
Wegen familiärer Gründe hat Sportvorstand Stefan Kuntz den HSV nach den Weihnachtsfeiertagen um eine Vertragsauflösung gebeten. Er bittet um Respekt für die Entscheidung.
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Wegen familiärer Gründe hat Sportvorstand Stefan Kuntz den HSV nach den Weihnachtsfeiertagen um eine Vertragsauflösung gebeten. Er bittet um Respekt für die Entscheidung.
2. Januar 2026, 10:13 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, svj
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Der HSV startet ohne Sportvorstand Stefan Kuntz in die zweite Saisonhälfte der Bundesliga. © Stuart Franklin/Getty Images
Der Fußballbundesligist Hamburger SV und Sportvorstand Stefan Kuntz haben sich überraschend auf die Auflösung des Vertrags geeinigt. Der 63-Jährige hatte den Aufsichtsrat der AG nach den Weihnachtsfeiertagen aus persönlichen, familiären Gründen um eine sofortige Beendigung seiner Tätigkeit zum 31. Dezember 2025 gebeten, wie der HSV mitteilte.
"Manchmal gibt es wichtigere Dinge als Fußball. Das ist nun bei mir der Fall. Mehr möchte ich dazu nicht sagen und bitte darum, dies zu respektieren", wird Kuntz in der Mitteilung zitiert. "Dem HSV danke ich für tolle anderthalb Jahre. Ich wünsche den Teams und der gesamten Geschäftsstelle weiterhin das Beste."
Die Meldung dürfte bei vielen Fans auch für Besorgnis sorgen. Zuletzt war es in den Medien vor allem um die Verlängerung seines im kommenden Sommer auslaufenden Vertrags gegangen. Vorerst will der Klub wohl mit dem vorhandenen Personal weiter agieren. "Wir haben in den vergangenen Tagen viele Gespräche geführt und sind mit Vorstand Eric Huwer und einer starken zweiten Führungsebene gut aufgestellt für die kommenden Aufgaben", sagte der Aufsichtsratsvorsitzende Michael Papenfuß. Der Fokus richte sich ab dem heutigen Trainingsstart auf Teil zwei der Bundesligasaison und selbstverständlich auch auf die aktuelle Transferperiode, sagte Papenfuß weiter.
Kuntz hatte den Klub im Mai 2024 von Vorgänger Jonas Boldt übernommen. In der anschließenden Saison hatte er mit dem Festhalten am damals unerfahrenen Trainer Merlin Polzin großen Anteil daran, dass der Klub nach sieben Jahren Zweitliga-Zugehörigkeit 2025 wieder . Als Fußballspieler war er in den 1980er und 1990er-Jahren bei mehreren Bundesligisten unter Vertrag und danach unter anderem Trainer der deutschen U-21-Nationalmannschaft sowie Nationaltrainer der Türkei.