Grönländische Parteichefs sagen gemeinsam No zu Trump
Immer wieder spricht US-Präsident Donald Trump von einer Übernahme Grönlands. Die Chefs der fünf grönländischen Regierungsparteien haben nun gemeinsam eine klare Antwort darauf gegeben.

Demonstrative Einigkeit Grönländische Parteichefs sagen No zu Trump
Stand: 10.01.2026 15:04 Uhr
Immer wieder spricht US-Präsident Donald Trump von einer Übernahme Grönlands. Die Chefs der fünf grönländischen Regierungsparteien haben nun gemeinsam eine klare Antwort darauf gegeben.
In demonstrativer Einigkeit haben die Chefs der grönländischen Parlamentsparteien den Übernahmeplänen von US-Präsident Donald Trump eine klare Absage erteilt. "Wir wollen keine Amerikaner sein, wir wollen keine Dänen sein, wir wollen Grönländer sein", erklärten die Parteichefs in einer gemeinsamen Stellungnahme.
Die Parteichefs verlangten auch, dass die USA "ihre Geringschätzung gegenüber unserem Land einstellen". In dem Schreiben heißt es weiter: "Die Zukunft Grönlands muss vom grönländischen Volk entschieden werden." Kein anderes Land dürfe sich einmischen. Grönland gehört zum Königreich Dänemark, hat aber weitreichende Autonomie.
Ob es Grönländern passt oder nicht
Trump hatte zuvor erneut mit dem Einsatz von Gewalt zur Übernahme der rohstoffreichen und geostrategisch wichtigen Arktis-Insel gedroht. "Wir werden wegen Grönland etwas unternehmen, ob es ihnen passt oder nicht", sagte der US-Präsident.
Zur Begründung nannte Trump zunehmende militärische Aktivitäten Chinas und Russland in der Arktis: "Wir werden nicht zulassen, dass Russland oder China Grönland besetzen", sagte er. "Das werden sie tun, wenn wir es nicht tun." Russland und China hatten ihre militärischen Aktivitäten in der Region in den vergangenen Jahren verstärkt, haben jedoch keinen Anspruch auf die Insel erhoben.