Gute Vorsätze: Jetzt mal was anderes
Warum wir Neujahrsvorsätze lieben, obwohl sie zum Scheitern verurteilt sind. Und warum das genau richtig ist.
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Peter Dausend über die Vergeblichkeit von Hoffnungen in Turnschuhen
Aus der ZEIT Nr. 01/2026 Aktualisiert am 1. Januar 2026, 13:47 Uhr

Die Vorsätze für das neue Jahr kommen bei einigen in Turnschuhen daher. © [M] Getty Images
Der gute Vorsatz ist ein scheues Tier. Er taucht zuverlässig zwischen Raclette-Geruch und Neujahrskater auf, präsentiert sich kampfbereit wie eine Wildsau mit Frischlingen und verschwindet spätestens am Dreikönigstag wieder im Dickicht der Gewohnheit.
"Dieses Jahr wird alles anders", sagen wir und meinen damit: diesmal wirklich. Diesmal nicht nur weniger Zucker, sondern gar keiner. Diesmal nicht nur mehr Bewegung, sondern den Berlin-Marathon im Herbst laufen. Diesmal nicht nur weniger Handy, sondern ein Leben, das sich wieder anfühlt wie 1997, nur mit Indian Ale aus der Micro-Brewery statt Dosenbier. Und dann wird es doch wieder, wie es war.