ICE: US-Regierung schickt nach ICE-Protesten weitere Beamte nach Minnesota
Zehntausende hatten in Minneapolis gegen die Tötung einer Frau durch einen ICE-Beamten protestiert. Die US-Regierung will nun Hunderte Sicherheitskräfte mehr entsenden.
Zehntausende hatten in Minneapolis gegen die Tötung einer Frau durch einen ICE-Beamten protestiert. Die US-Regierung will nun Hunderte Sicherheitskräfte mehr entsenden.
Aktualisiert am 11. Januar 2026, 23:27 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, AFP, bam , iyf
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Die US-Regierung will wegen der Proteste gegen Einwanderungs- und Grenzschutzbeamte noch weitere Sicherheitskräfte nach Minneapolis schicken. © Ellen Schmidt/dpa
Nach Protesten gegen die tödlichen Schüsse eines Einwanderungsbeamten auf eine Frau hat die US-Regierung angekündigt, Hunderte weitere Sicherheitskräfte nach Minnesota zu schicken. Sie sollten noch am Sonntag und Montag entsandt werden, um die bereits in dem Bundesstaat stationierten Beamten der Einwanderungs- und Zollbehörde (ICE) zu schützen, sagte Heimatschutzministerin Kristi Noem dem Sender Fox News.
Es müsse dafür gesorgt werden, dass "unsere ICE- und Grenzschutzbeamten, die in Minneapolis im Einsatz sind, dort sicher arbeiten können", sagte Noem. Sie kündigte ein hartes Durchgreifen an: "Wenn Einzelpersonen Gewalt gegen die Ordnungskräfte ausüben oder unsere Einsätze behindern, ist das eine Straftat, und wir werden sie für die Folgen zur Verantwortung ziehen."
Noem behauptet zudem, die oppositionellen Demokraten hätten die Demonstranten zu Gewalt gegen Beamte der Einwanderungspolizei angestachelt. "Sie haben die Öffentlichkeit aufgehetzt", sagte die Ministerin dem Sender CNN. "Sie haben zu den Zerstörungen und Gewalttaten ermutigt, die wir in den letzten Tagen in Minneapolis gesehen haben."
Zehntausende Bürger hatten am Samstag in Minneapolis gegen das Vorgehen der Beamten protestiert.
Behörden stellen Erschießung einer Frau als Notwehr dar
Am Mittwoch hatte ein ICE-Beamter die 37-jährige weiße US-Staatsbürgerin in Minneapolis erschossen. Nach Angaben der Behörden hatte sie bei einem ICE-Einsatz die Straße mit ihrem Auto blockiert. Ein mit Kamera ausgestatteter ICE-Beamter näherte sich ihr zu Fuß, ging um den Wagen der Frau herum und filmte auch, wie sie ihn ansprach.