Jahreswechsel: Zwei Tote in Bielefeld, fast 400 Festnahmen in Berlin
Die Berliner Polizei hat Hunderttausende Pyroartikel beschlagnahmt und viele Randalierende festgenommen. In Bielefeld starben zwei Männer durch selbst gebautes Feuerwerk.
Die Berliner Polizei hat Hunderttausende Pyroartikel beschlagnahmt und viele Randalierende festgenommen. In Bielefeld starben zwei Männer durch selbst gebautes Feuerwerk.
Aktualisiert am 1. Januar 2026, 14:50 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, AFP, eca
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In Berlin nahm die Polizei rund 400 Menschen wegen Missbrauchs von Feuerwerk vorläufig fest. © Odd Andersen/AFP/Getty Images
Zum Jahreswechsel ist es in Deutschland zu zahlreichen Angriffen auf Einsatzkräfte gekommen. Mindestens zwei Menschen starben zudem durch Pyrotechnik. In Berlin gab es Hunderte Festnahmen. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst waren landesweit im Großeinsatz. Die wichtigsten Ereignisse im Überblick:
In Bielefeld sind zwei Menschen durch Feuerwerkskörper getötet worden. Die beiden 18-Jährigen hätten an unterschiedlichen Orten selbst gebaute Pyrotechnik gezündet, teilte die Polizei mit. Dabei seien die Männer tödlich im Gesicht verletzt worden.
Bei Hausbränden in mehreren Orten im Schwarzwald starben drei Menschen. Die Feuer waren am Silvesterabend in den Orten Bonndorf und Lenzkirch sowie in Giengen an der Brenz ausgebrochen, wie das Landesinnenministerium der Nachrichtenagentur dpa mitteilte. Die Ursachen für die Brände sind derzeit noch ungeklärt.
In der Gemeinde Reddelich in der Nähe von Rostock verlor ein 14-Jähriger durch einen explodierten Böller seine linke Hand. Der Junge kam in der Silvesternacht mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus, wie ein Polizeisprecher mitteilte.
In Leipzig wurde ein 16 Jahre altes Mädchen beim Versuch, einen in Deutschland nicht zugelassenen Böller zu entzünden, schwer an der Hand verletzt.
Etwa 400 Festnahmen in Berlin
In Berlin nahm die Polizei rund 400 Menschen wegen Missbrauchs von vorläufig fest. Es gehe in den meisten Fällen um Verstöße gegen Sprengstoffvorschriften, teilte die Polizei mit. Manche Menschen hätten Raketen waagerecht durch die Gegend geschossen und Böller auf andere geworfen, sagte ein Polizeisprecher. 21 Polizisten seien leicht verletzt worden, viele davon durch Knalltraumata von Böllern, die nahe dem Kopf explodiert seien.