Jemen: Konflikt im Jemen droht weiter zu eskalieren
Nach einem Bruch zwischen den Partnern Saudi-Arabien und den Vereinigten Emiraten verschärft sich die Lage im Jemen. Die Provinz Hadramaut will Gebiete zurückerobern.
Nach einem Bruch zwischen den Partnern Saudi-Arabien und den Vereinigten Emiraten verschärft sich die Lage im Jemen. Die Provinz Hadramaut will Gebiete zurückerobern.
Aktualisiert am 2. Januar 2026, 13:15 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, AFP, edd
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Im Jemen herrscht seit 2014 Bürgerkrieg. Nun droht der Konflikt weiter zu eskalieren. © Fawaz Salman/Reuters
Der Konflikt im Jemen droht weiter zu eskalieren. Die Regionalregierung der Provinz Hadramaut kündigte an, ein Gebiet zurückzuerobern, das aktuell von Separatisten des sogenannten Südlichen Übergangsrats (STC) gehalten wird.
"Dieser Einsatz ist weder eine Kriegserklärung noch der Versuch, die Spannungen zu verschärfen", sagte Provinzgouverneur Salem al-Chanbaschi nach Angaben der staatlichen jemenitischen Nachrichtenagentur Saba. Der Einsatz ziele zudem nicht auf bestimmte politische oder soziale Gruppen und Zivilisten.
Es sei ein "friedlicher Einsatz" geplant, um die Sicherheit zu gewährleisten, sagte Al-Chanbaschi. Details nannte er nicht. Die Separatisten teilten daraufhin mit, dass ihre Streitkräfte in der gesamten Region in Alarmbereitschaft seien.
Eroberungen nach Bruch zwischen Bündnispartnern
In den vergangenen Wochen hatte der Südliche Übergangsrat, der formal Teil der international anerkannten Regierung des Jemen ist, Teile der ölreichen Region Hadramaut sowie angrenzende Gebiete unter seine Kontrolle gebracht. Dabei verdrängte der STC Truppen aus dem jemenitischen Regierungslager, die islamistischen Kräften nahestehen und in der Vergangenheit von Saudi-Arabien unterstützt wurden.
Der STC-Sprecher Anwar al-Tamimi hatte bereits am Dienstag erklärt, dass der Südliche Übergangsrat die eroberten Gebiete nicht aufgeben wolle.
Kampf um Einfluss im Jemen
Der Jemen ist seit mehr als einem Jahrzehnt faktisch gespalten in einen von den Huthis kontrollierten Norden und den Süden, den das fragmentierte Regierungsbündnis kontrolliert. Während die Huthis vom Iran gefördert werden, bekommt das Regierungsbündnis Unterstützung von Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE).
Im vergangenen Monat kam es zum Bruch zwischen den Bündnispartnern Saudi-Arabien und den VAE. Beide Länder kämpfen zwar gemeinsam gegen die Huthis, stehen jedoch seit Jahren in Rivalität zueinander. , die von der international anerkannten und von Saudi-Arabien gestützten Regierung kontrolliert wurden.