Konjunktur: Auftragseingang in deutscher Industrie steigt überraschend deutlich
Für Ökonomen überraschend, gibt es positive Signale in der deutschen Wirtschaft. Bei der Industrie gingen im November deutlich mehr Aufträge ein als erwartet.
Für Ökonomen überraschend, gibt es positive Signale in der deutschen Wirtschaft. Bei der Industrie gingen im November deutlich mehr Aufträge ein als erwartet.
Aktualisiert am 8. Januar 2026, 12:16 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, hap
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Die deutsche Industrie hat einen überraschenden Anstieg an Aufträgen verzeichnet – auch aus der Rüstung. Zu sehen sind Schwingarme für den Panzer Leopard 2. © Robert Michael/dpa
Die deutschen Industrieunternehmen haben im November vergangenen Jahres überraschend deutlich mehr Aufträge erhalten. Im Vergleich zum Oktober stieg der Auftragseingang saison- und kalenderbereinigt um 5,6 Prozent, teilte das Statistische Bundesamt mit.
Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen war der Auftragseingang im November demnach um 0,7 Prozent höher als im Oktober. Experten hatten dagegen mit einer Verschlechterung der Auftragslage im November gerechnet. Der Anstieg im Oktober wurde zudem leicht auf 1,6 Prozent nach oben revidiert.
Vor allem eine überdurchschnittliche Häufung von Großaufträgen aus dem Inland sorgte laut den Angaben der Statistiker auch im weniger schwankungsanfälligen Dreimonatsvergleich für eine Zunahme von 4,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Ohne diese Großaufträge legten die Auftragseingänge im Dreimonatsvergleich um 2,1 Prozent zu. Das entspricht im Vergleich zum November 2024 einem Plus von 10,5 Prozent.
Rüstungsaufträge bescheren Industrieaufschwung
Ökonom Jens-Oliver Niklasch von der Landesbank Baden-Württemberg sprach von einem echten Zeichen für eine mögliche Trendwende. "Endlich mal eine Zahl von der deutschen Konjunktur, an der es nichts zu meckern gibt." Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, nannte die Zahlen eine Konjunkturüberraschung. Ihm zufolge werden die Auftragseingänge auch in den kommenden Monaten vor allem von geprägt bleiben.