Kuba: Donald Trump rät Kuba zu Deal "bevor es zu spät ist"
Trump erhöht den Druck auf Kuba und fordert einen schnellen "Deal". Nach der Festnahme Maduros droht er mit dem Stopp von Öl- und Geldlieferungen.
Trump erhöht den Druck auf Kuba und fordert einen schnellen "Deal". Dessen Präsident weist dies zurück und kündigt Kubas Verteidigung "bis zum letzten Blutstropfen" an.
Aktualisiert am 11. Januar 2026, 21:13 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, Reuters, dpa, ps , sc
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Im Hafen von Havanna © Yamil Lage/AFP/Getty Images
US-Präsident Donald Trump hat Kuba erneut mit einem Stopp von Öl- und Geldlieferungen gedroht. Nach der Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Elitesoldaten werde "kein weiteres Öl oder Geld nach Kuba gehen", schrieb Trump in seinem Onlinedienst Truth Social. "Ich rate ihnen dringend, einen Deal abzuschließen, bevor es zu spät ist." Worin genau eine Vereinbarung bestehen sollte oder was bei einem Nichtzustandekommen passieren würde, schrieb Trump nicht. Da Venezuela nun vom US-Militär beschützt werde, brauche das südamerikanische Land keine Sicherheitsdienstleistungen mehr aus Kuba, sagte er.
Kubas Präsident Miguel Diaz-Canel wies Trumps Äußerungen zurück. Die USA hätten keine moralische Autorität, Kuba ein Abkommen aufzuzwingen, schrieb er auf X. "Kuba greift nicht an; es wird seit 66 Jahren von den USA angegriffen, und es droht nicht; es bereitet sich darauf vor, die Heimat bis zum letzten Tropfen Blut zu verteidigen."
Kuba ist seit Jahrzehnten ein enger Verbündeter Venezuelas und ein Feind der Vereinigten Staaten. Kuba erhält von Venezuela Öl im Austausch für die Dienste entsandter kubanischer Ärzte. Zudem sind nach Einschätzung von Experten zahlreiche kubanische Geheimdienstagenten in Venezuela im Einsatz. Soldaten und Geheimdienstler aus Kuba waren auch für die persönliche Sicherheit von Maduro verantwortlich.
Außenminister spricht von "kriminellem" Verhalten der USA
Kubas Außenminister Bruno Rodriguez warf den USA nun ein "kriminelles" Verhalten vor, das den Weltfrieden gefährde. Auf der Internetplattform X schrieb er, sein Land lasse sich von den USA nicht erpressen und nicht militärischem Zwang unterwerfen. Er sagte außerdem: "Kuba erhält weder finanzielle noch materielle Vergütung für Sicherheitsdienstleistungen, die es für ein anderes Land erbringt, noch hat es das jemals getan". Kuba habe das Recht, Treibstoff aus jedem Land zu importieren, das bereit sei, diesen zu exportieren.