Laurent Vinatier und Daniil Kassatkin: Russland und Frankreich tauschen Gefangene aus
Die Regierungen Russlands und Frankreichs haben sich auf den Austausch zweier Gefangener geeinigt. Der Politologe Laurent Vinatier kehrte nach Frankreich zurück.
Die Regierungen Russlands und Frankreichs haben sich auf den Austausch zweier Gefangener geeinigt. Der Politologe Laurent Vinatier kehrte nach Frankreich zurück.
Aktualisiert am 8. Januar 2026, 18:27 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, Reuters, mga
Ihr Browser unterstützt die Wiedergabe von Audio Dateien nicht. Download der Datei als mp3: https://zon-speechbert-production.s3.eu-central-1.amazonaws.com/articles/eb3854c6-5ed2-4fe8-a9cc-374c7dcfef59/full_3e0686b19c6154cabaa297cabbbdcfd33ec7427703b21ce454436831126a85965de53a6e732f6c71ea42c4d8d229e630.mp3

Der französische Politologe Laurent Vinatier befand sich zuletzt in einer russischen Strafkolonie. Nach seiner Begnadigung durch Wladimir Putin konnte er nach Frankreich zurückkehren. © Evgenia Novozhenina/Reuters
Frankreich und Russland haben zwei Gefangene ausgetauscht. Wie der französische Präsident Emmanuel Macron mitteilte, befindet sich der in Russland wegen angeblicher Spionage angeklagte französische Politologe Laurent Vinatier wieder in seiner Heimat. Im Gegenzug wurde der russische Basketballer Daniil Kassatkin aus französischer Haft entlassen. Laut dem russischen Inlandsgeheimdienst FSB kehrte auch er inzwischen nach Russland zurück.
Vinatier hatte in Russland für die Schweizer Nichtregierungsorganisation Zentrum für humanitären Dialog gearbeitet, die auf Konfliktlösung spezialisiert ist. Er war 2024 festgenommen und zu drei Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt worden, weil er russischen Angaben zufolge gegen die Auflagen für sogenannte ausländische Agenten verstoßen haben soll. Ihm wurde unter anderem vorgeworfen, Informationen über das russische Militär gesammelt zu haben.
2025 wurde Vinatier zudem wegen Spionage angeklagt. Die Vorwürfe hätten mit bis zu 20 Jahren Haft bestraft werden können. Russischen Medien zufolge wurde der 49-Jährige nun von Russlands Staatschef Wladimir Putin begnadigt.