Liveblog zum US-Angriff: ++ Flugzeug mit Maduro in den USA gelandet ++
SOURCE:Tagesschau
Die USA haben den in Venezuelas Hauptstadt Caracas festgenommenen Präsidenten Maduro auf dem Luftweg nach New York gebracht. Die venezolanische Vizepräsidentin Rodríguez forderte die Freilassung von Maduro.

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Stand: 03.01.2026 23:37 Uhr
Die USA haben den in Venezuelas Hauptstadt Caracas festgenommenen Präsidenten Maduro auf dem Luftweg nach New York gebracht. Die venezolanische Vizepräsidentin Rodríguez forderte die Freilassung von Maduro.
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Wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichten, ist der gestürzte venezolanische Präsident in den USA angekommen. Ein Flugzeug des US-Verteidigungsministerium mit Nicolás Maduro und seiner Frau Cilia Flores an Bord ist laut Angaben eines Bundesbeamten, auf den sich etwa der Sender CNN beruft, auf der Stewart Air National Guard Base in New York gelandet. Maduro werde voraussichtlich nächste Woche vor einem Bundesgericht in Manhattan wegen Drogen- und Waffenbesitzes angeklagt.
Der UN-Sicherheitsrat wird sich am Montag mit dem US-Angriff auf Venezuela befassen. Dessen Nachbarland Kolumbien habe mit Unterstützung von Russland und China das Treffen beantragt, sagten Diplomaten. Nach Angaben der Vereinten Nationen hat auch Venezuela den UN-Sicherheitsrat um eine Dringlichkeitssitzung in New York gebeten.
UN-Generalsekretär Antonio Guterres sieht in dem Vorgehen der USA einen "gefährlichen Präzedenzfall". Guterres sei zutiefst besorgt, dass die Regeln des Völkerrechts nicht beachtet worden seien, sagte sein Sprecher. Insgesamt fallen die internationalen Reaktionen auf das US-Vorgehen eher kritisch bis zurückhaltend aus.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Angriff auf Venezuela und die Festnahme des gestürzten Staatschefs Nicolás Maduro als wegweisend gelobt, wie mit "Diktatoren" umzugehen ist. "Wenn man mit Diktatoren so umgehen kann, dann wissen die Vereinigten Staaten von Amerika, was sie als Nächstes tun müssen", sagte Selenskyj ukrainischen Medien zufolge in Kiew vor Journalisten. Demnach ließ der Kontext der Äußerung darauf schließen, dass Selenskyj Kremlchef Wladimir Putin im Blick hatte, ohne ihn namentlich zu erwähnen.
Nach der Entmachtung des Staatspräsidenten Nicolás Maduro sollte nach Worten von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron der venezolanische Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia die Verantwortung in dem Land übernehmen. "Der bevorstehende Übergang muss friedlich, demokratisch und unter Achtung des Willens des venezolanischen Volkes erfolgen", teilte Macron mit. "Wir wünschen uns, dass der 2024 gewählte Präsident Edmundo González Urrutia diesen Übergang rasch sicherstellen kann."
Der Oppositionskandidat González hatte nach den Präsidentschaftswahlen 2024 den Sieg für sich reklamiert, die USA und weitere Staaten erkannten ihn als Wahlsieger an. Als sich Maduro nach der von Betrugsvorwürfen begleiteten Wahl trotzdem für eine dritte Amtszeit vereidigen ließ, verließ González das Land.
Der britische Premierminister Keir Starmer begrüßt das Ende der Herrschaft des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro. "Wir betrachteten Maduro als einen illegitimen Präsidenten und wir vergießen keine Träne über das Ende seines Regimes", heißt es in einer auf der Regierungswebseite veröffentlichten Mitteilung Starmers. Starmer erklärt, er plädiere für einen sicheren und friedlichen Übergang zu einer legitimen Regierung, die den Willen des venezolanischen Volkes widerspiegele. Die britische Regierung werde die Lage in den kommenden Tagen mit den USA erörtern.
Nach dem US-Einsatz in Venezuela hat Vizepräsidentin Delcy Rodríguez die sofortige Freilassung von Staatschef Nicolás Maduro und seiner Ehefrau verlangt. Rodríguez sprach auf einer Sitzung des Verteidigungsrates des südamerikanischen Landes, die live im Fernsehen übertragen wurde.
Rodríguez, die laut Verfassung bei einem Ausfall des Staatschefs bis zu Neuwahlen die Regierungsgeschäfte übernehmen soll, nannte Maduro den "einzigen Präsidenten" von Venezuela und den US-Angriff einen "schrecklichen Fleck" in den bilateralen Beziehungen.
"Wir werden nie wieder Sklaven sein", sagte sie und bezeichnete den Angriff einen Verstoß gegen die UN-Charta.
Laut US-Präsident Trump führen die USA Gespräche mit der Vizepräsidentin und man wolle mit ihr zusammenarbeiten. "Sie ist im Grunde bereit, das zu tun, was wir für notwendig halten, um Venezuela wieder groß zu machen, ganz einfach", so Trump bei der Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago in Florida.
Mit der Absetzung des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro wird sich nach Meinung von Anja Dargatz von der Friedrich-Ebert-Stiftung erst einmal nichts ändern. Im Brennpunkt erklärte sie, dass die Veränderung von innen kommen müsse.
Die Bevölkerung wolle freie und faire Wahlen - und sie fordere, dass ihr Votum respektiert werde. Bei der letzten Wahl 2024 hatte der Präsident keine Mehrheit mehr.
Außerdem beschäftige die Bevölkerung die Wirtschaftskrise, die Inflation, die Arbeits- und Perspektivlosigkeit sowie die Abwanderung im Land, so Dargatz weiter.
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will den US-Angriff auf Venezuela noch nicht rechtlich bewerten. "Die rechtliche Einordnung des US-Einsatzes ist komplex. Dazu nehmen wir uns Zeit", teilte er mit. Grundsätzlich müssten im Umgang zwischen Staaten die Prinzipien des Völkerrechts gelten.
"Jetzt darf in Venezuela keine politische Instabilität entstehen. Es gilt, einen geordneten Übergang hin zu einer durch Wahlen legitimierten Regierung zu gewährleisten."
Merz sagte weiter, Nicolás Maduro habe sein Land ins Verderben geführt. "Die letzte Wahl wurde gefälscht. Die Präsidentschaft haben wir - wie viele andere Staaten auf der Welt - daher nicht anerkannt", sagte der Bundeskanzler weiter. "Maduro spielte in der Region, mit unseligen Allianzen weltweit und durch die Verstrickung Venezuelas in das Drogengeschäft eine problematische Rolle."
US-Präsident Donald Trump hat nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusagen für Venezuela gemacht. Bei einer Pressekonferenz erklärte Trump, große US-Ölkonzerne sollten Milliarden Dollar investieren, um die nach seinen Worten "schwer beschädigte" venezolanische Öl-Infrastruktur zu modernisieren. Ziel sei es, das Land wirtschaftlich wiederaufzubauen.
Eine Partnerschaft mit den Vereinigten Staaten werde Venezuela "reich, unabhängig und sicher" machen, sagte Trump. Trump sagte zudem, Millionen Venezolaner im Exil – auch in den USA – würden von den geplanten Maßnahmen profitieren.
Die venezulanische Oppositionspolitikerin Maria Corina Machado ist nach Ansicht von US-Präsident Donald Trump kein geeignetes Staatsoberhaupt für Venezuela. Sie habe nicht die notwendige Unterstützung und den Respekt im eigenen Land, sagt Trump über die Politikerin, die im vergangenen Jahr den Friedensnobelpreis erhalten hatte.
Er habe keinen Kontakt mit Machado gehabt. Machado selbst hatte am Vormittag den Diplomat Edmundo Gonzalez als neuen Präsidenten des Landes vorgeschlagen.
Nach der Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro bei einem US-Militäreinsatz hat US-Präsident Donald Trump ein Foto auf der Social-Media-Plattform "Truth Social" veröffentlicht, das diesen in Handschellen und mit einer schwarzen Maske über den Augen zeigt.
Auf dem Bild sei Maduro an Bord des US-Kriegsschiffs "USS Iwo Jima" zu sehen, kommentierte Trump das Foto des mit einem grauen Jogginganzug bekleideten langjährigen venezolanischen Staatschefs.
Ein auf "Truth Social" veröffentlichter Post von Donald Trump soll Nicolas Maduro zeigen.
US-Präsident Donald Trump hat die Militäraktion in Venezuela als effektive und machtvolle Demonstration der Kompetenz des US-Militärs beschrieben. Auf der Pressekonferenz in Washington sagte er, kein US-Soldat sei getötet und kein Stück Ausrüstung verloren worden. Maduro und seine Frau würden sich vor der US-Justiz verantworten müssen.
Man werde das Land so lange regieren, bis es einen sicheren, ordnungsgemäßen und vernünftigen Übergang durchführen können. Man sei bereit einen zweiten Angriff zu starten, falls es notwendig sei - aber jetzt wahrscheinlich nicht.
Das US-Justizministerium hat eine neue Anklage gegen den gefangen genommenen venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro und dessen Frau Cilia Flores bekanntgegeben. Maduro wurde in der Anklageschrift die Leitung einer korrupten Regierung vorgeworfen, die nicht rechtmäßig gewesen sei. Zudem habe er jahrelang mit Hilfe der Regierungsmacht illegale Unterfangen wie den Drogenschmuggel vorangetrieben.
Von dem Drogenschmuggel habe die Elite von Venezuela profitiert, heißt es in der Anklageschrift. Maduro habe mit Drogenterroristen zusammengearbeitet, um tonnenweise Kokain in die USA zu bringen.
Nach dem US-Militäreinsatz in Venezuela und der Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro hat das Auswärtige Amt eine Reisewarnung für das gesamte südamerikanische Land erlassen. Deutsche Staatsangehörige in Venezuela seien aufgerufen, an einem sicheren Ort zu bleiben, erklärte das Auswärtige Amt nach einer Sitzung des Krisenstabs. Das Auswärtige Amt stehe "im engsten Kontakt" mit der Botschaft in Caracas.
Die Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado fordert nach der Festnahme von Venezuelas Präsidenten Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte die Einsetzung des Oppositionspolitikers Edmundo González Urrutia als Nachfolger. Er habe die Präsidentenwahl vor eineinhalb Jahren gewonnen und sollte sein verfassungsmäßiges Amt nun unverzüglich antreten, heißt es in einer auf X veröffentlichten Mitteilung Machados.
Die US-Bundespolizei FBI war nach Angaben eines Senators bei der Festnahme von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro durch US-Spezialkräfte beteiligt. Es sei nicht nötig gewesen, den US-Kongress über die Pläne von US-Präsident Donald Trump zu informieren, da es sich um die Festnahme eines Drogenhändlers handele, behauptete der republikanische Senator Tom Cotton in einem Gespräch mit Fox News.
Russland hat die USA aufgefordert, den gefangen genommenen venezolanischen Staatschef Nicolás Maduro und dessen Frau freizulassen. "Wir fordern die amerikanische Führung nachdrücklich auf, ihre Position zu überdenken und den rechtmäßig gewählten Präsidenten des souveränen Landes und seine Frau freizulassen", erklärte das Außenministerium in Moskau.
Die französische Regierung kritisiert den US-Militäreinsatz in Venezuela als völkerrechtswidrig. Die Aktion, die zur Gefangennahme von Präsident Nicolas Maduro geführt habe, verstoße gegen die Grundsätze des internationalen Rechts, teilte das Außenministerium in Paris mit.
"Keine dauerhafte politische Lösung kann von außen aufgezwungen werden." Frankreich bekräftige, dass nur das souveräne Volk einer Nation über deren Zukunft bestimmen könne.
UN-Generalsekretär Antonio Guterres zeigte sich zutiefst beunruhigt und spricht von einer Eskalation in Venezuela. Der US-Militäreinsatz habe potenziell besorgniserregende Auswirkungen auf die Region, heißt es in einer Erklärung: "Diese Entwicklungen stellen einen gefährlichen Präzedenzfall dar."
Sie hätten potenziell weitreichende Folgen für die Region, erklärte ein UN-Sprecher. Guterres betonte die Notwendigkeit der uneingeschränkten Achtung des Völkerrechts und der UN-Charta und äußerte Sorge, dass diese Grundsätze nicht gewahrt worden seien. Zugleich rief er alle Akteure in Venezuela zu einem inklusiven Dialog unter Wahrung der Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit auf.
Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat der venezolanischen Vizepräsidentin Delcy Rodriguez in einem Telefonat die Solidarität seines Landes zugesichert. Beide Seiten hätten sich dafür ausgesprochen, eine weitere Eskalation zu verhindern und durch einen Dialog einen Ausweg aus der Situation zu finden, teilte das Außenministerium in Moskau mit. In einem Statement forderte das Ministerium die USA außerdem auf, Maduro und seine Frau freizulassen.
Berichte, wonach sich Rodriguez in Russland aufhalte, wies das Ministerium laut Nachrichtenagentur Reuters als falsch zurück.
Im Gespräch mit Fox News sagte US-Präsident Trump, er habe Maduro vor einer Woche zur Kapitulation aufgefordert. "Ich sagte, du musst aufgeben. Du musst dich ergeben." Sie hätten vor etwa einer Woche miteinander telefoniert. Maduro habe sich allerdings geweigert.
Auch an Hafenanlagen wurden nach den US-Angriff Schäden gemeldet - wie hier in La Guaira.
Der bei einem US-Militäreinsatz in Venezuela festgesetzte Präsident Nicolas Maduro und seine Frau werden nach Angaben von US-Präsident Donald Trump nach New York gebracht. Sie befänden sich auf dem Kriegsschiff Iwo Jima, sagte Trump dem Sender Fox News.
Trump habe die Gefangennahme Maduros durch das US-Militär nach eigenen Angaben live mitverfolgt. Es sei wie eine "Fernsehshow" gewesen, sagte Trump in dem Telefoninterview. Die Festnahme sei Trump zufolge in einem stark bewachten, festungsartigen Gebäude erfolgt. "Er war in einer Festung", sagte er gegenüber Fox News.
Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores bei seiner erneuten Vereidigung vor etwa einem Jahr.
Die USA wollen laut US-Präsident Trump jetzt über die nächsten Schritte für Venezuela entscheiden. "Wir werden sehr stark darin involviert sein", sagte Trump in einem Interview bei Fox News mit Blick auf die künftige Regierung des Landes. Maduro solle kein Vertreter von dessen Regierung nachfolgen. Trump werde niemandem erlauben, "dort weiterzumachen, wo er aufgehört hat".
Das New Yorker Anklageschreiben gegen den venezolanischen Präsidenten Maduro aus dem Jahr 2020 ist 28 Seiten lang, wie ARD-Korrespondent Jan Koch berichtet. Darin werde Maduro vorgeworfen, Drogenschmuggel, Kokainhandel und Narkoterrorismus zu betreiben. Der aktuelle Aufenthaltsort Maduros sei derzeit noch nicht endgültig geklärt - einige Beobachter gingen aber davon aus, dass er mit seiner Frau nach New York gebracht werde, so Koch.
Nach venezolanischer Darstellung wurden bei den Angriffen Soldaten und Zivilisten getötet. "Wir verurteilen diesen Angriff auf unser Volk, der Beamten, Soldaten, Unschuldigen und Zivilisten das Leben gekostet hat", sagte Vizepräsidentin Delcy Rodríguez im Staatsfernsehen. Eine Opferzahl wurde bisher nicht bekannt.
US-Präsident Trump gab gegenüber dem US-Sender Fox News an, es habe auf US-Seite keine Toten gegeben, jedoch einige wenige Verletzte.
US-Vizepräsident JD Vance hat den US-Schlag gegen Venezuela und die Festnahme von Präsident Maduro mit dem Kampf gegen Drogenkriminalität und der Rückgabe von Öl an die USA begründet. Maduro sei einer der neuesten Personen, "die feststellen musste, dass Präsident Trump meint, was er sagt", schrieb Vance auf X. Der US-Präsident habe Maduro in der Vergangenheit "mehrere Auswege" angeboten, so Vance. Er lobte die Spezialkräfte für den Einsatz und nannte die Operation "beeindruckend".
Die EU stehe an der Seite der Menschen in Venezuela und unterstütze einen friedlichen, demokratischen Übergang, schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf der Online-Plattform X. Zudem werde sichergestellt, dass EU-Bürger im Land auf die volle Unterstützung der EU zählen könnten.
Die USA wollen mit ihrem Angriff dem Politikwissenschaftler Günther Maihold zufolge "einen führenden Vertreter des Kommunismus in ihre Hand bekommen" und gleichzeitig ihren Einsatz im Kampf gegen Drogen legitimieren. Nachdem bereits vor einer Woche ein Bodeneinsatz gegen Hafenanlagen stattgefunden habe, sei nun "ein massiver Schlag gegen militärische Einrichtungen an verschiedenen Orten Venezuelas" vollzogen worden.
Die USA hoffe laut Maihold, dass das Regime in Venezuela nun wie ein Kartenhaus von selbst zusammenfalle. Diese Erwartung sei allerdings "ehrgeizig" , so Maihold - denn es gebe genügend Anwärter, die Maduro nachfolgen könnten.
Der Angriff dürfte die Region zudem nachhaltig schädigen, weil sie gespalten werde - in Staaten, "die ein militärisches Eingreifen in Allianz mit Trump unterstützen" und Länder, die die Souveränität der lateinamerikanischen Staaten verletzt sehen.
Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva verurteilt den US-Angriff auf Venezuela und die Gefangennahme von Präsident Nicolas Maduro scharf. Die Handlungen seien ein schwerwiegender Affront gegen die Souveränität Venezuelas und ein extrem gefährlicher Präzedenzfall für die internationale Gemeinschaft, schrieb Lula auf der Online-Plattform X.
Ein solcher Bruch des Völkerrechts sei der erste Schritt in eine Welt der Gewalt und des Chaos, in der das Recht des Stärkeren herrsche. Die Aktion erinnere an die schlimmsten Momente der Einmischung in die Politik Lateinamerikas und der Karibik. Die internationale Gemeinschaft müsse über die Vereinten Nationen energisch reagieren.
Die Reaktionen auf die Festnahmen von Präsident sind in Venezuela derzeit noch Verhalten, wie ARD-Korrespondentin Marie-Kristin Boese berichtet. Das sei von Kollegen vor Ort zu hören und auch auf aktuellen Bildern ersichtlich. "Die Straßen sind relativ leergefegt in Caracas." Offenbar trauen sich viele Bürger noch nicht raus, besonders Oppositionelle, so Boese.
ARD-Korrespondent Jan Koch berichtet aus New York, dass es der Trump-Regierung neben der Maduro-Anklage aus 2020 in New York auch um einen Regimewechsel und wirtschaftliche Ziele gehen könne. US-Außenminister Rubio habe auf eine Frage nach der Abstimmung mit dem Kongress geantwortet, die Festnahme sei auf Basis des Strafrechts geschehen.
Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro und seine Ehefrau Cilia Flores sind nach Angaben von US-Justizministerin Pam Bondi in New York angeklagt worden. Maduro würden unter anderem Verbrechen in Zusammenhang mit Drogenhandel vorgeworfen, teilte Bondi auf der Plattform X mit. Sie verwies auf eine Anklage der Maduros vor einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat New York.
Zwar war schon bekannt, dass Maduro 2020 wegen des Vorwurfs der Verschwörung zum "Drogenterrorismus" in den USA angeklagt worden war. Doch dass auch seine Frau angeklagt worden ist, war unklar.
Der britische Premierminister Keir Starmer hat erklärt, sein Land sei nicht an den US-Angriffen auf Venezuela beteiligt gewesen und er wolle mit US-Präsident Donald Trump sprechen, um die genauen Umstände zu klären. "Ich möchte zunächst die Fakten feststellen. Ich möchte mit Präsident Trump sprechen. Ich möchte mit unseren Verbündeten sprechen." Gegenüber britischen Fernsehsendern sagte er: "Ich sage und glaube fest daran, dass wir alle das Völkerrecht achten sollten."
Auch EU-Ratspräsident António Costa zeigte sich besorgt: "Die Europäische Union ruft zur Deeskalation und zu einer Lösung unter vollständiger Achtung des Völkerrechts und der in der Charta der Vereinten Nationen verankerten Grundsätze auf", schrieb Costa auf X. Die EU werde sich weiterhin für eine friedliche, demokratische und inklusive Lösung in Venezuela einsetzen.
ARD-Korrespondent Christian Feld berichtet aus Brüssel, dass eine direkte Bewertung der US-Aktion bisher noch nicht zu hören sei. Immer wieder werde allerdings gefordert, dass die Grundsätze des Völkerrechts und der UN-Charte eingehalten werden müssten.
Die USA haben mit ihrem Angriff auf Venezuela und mit der Gefangennahme des autoritären Präsidenten Nicolás Maduro ihr Ziel nach Einschätzung der Regierung in Caracas nur teilweise erreicht. "Das Land ist ganz ruhig. Was sie mit ihren Bomben und Raketen erreichen wollten, ist ihnen nur teilweise gelungen", sagte Innenminister Diosdado Cabello im Staatsfernsehen. "Sie haben erwartet, dass das Volk feige die Flucht ergreift". Das sei nicht geschehen.
Nach dem US-Angriff auf Venezuela hat die Regierung in Caracas eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats beantragt. "Im Angesicht der kriminellen Aggression durch die US-Regierung auf unser Heimatland haben wir eine dringliche Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen beantragt", erklärte Außenminister Yvan Gil am Samstag im Onlinedienst Telegram. Aufgabe des Gremiums sei es, "das Völkerrecht aufrecht zu erhalten".
"Wer wie Trump das Völkerrecht bricht und Präsidenten entführen lässt, der betreibt brutalen Staatsterrorismus", sagte der Parteichef der Linken, Jan van Aken, dem Portal t-online. Er forderte Sanktionen wie gegen Russland und dessen Präsidenten Wladimir Putin wegen dessen Angriffskrieg gegen die Ukraine. "Wer Putin sanktioniert, muss auch Trump sanktionieren."
Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter verurteilte das Vorgehen der USA als "Putsch". "Die USA verlassen mit Präsident Trump endgültig die regelbasierte Ordnung, die uns seit 1945 geprägt hat", sagte er der "Bild". "Venezuela ist zwar ein Unrechtsstaat, aber kein Iran, der Nachbarländer wie Israel in der Existenz bedroht." Washington kehre zur US-Doktrin von vor 1940 zurück - "ein Denken in Einflusszonen in denen das Recht des Stärkeren gilt und nicht internationales Völkerrecht".
Kolumbien bereitet sich nach Angaben des Präsidenten Gustavo Petro nach dem US-Angriff auf Venezuela auf einen potenziellen "massiven Zustrom von Flüchtlingen" aus dem Nachbarland vor. Seine Regierung habe noch vor Morgendämmerung am Samstag ein Treffen zur nationalen Sicherheit einberufen und Sicherheitskräfte an die Grenze geschickt, teilte Petro mit.
Petro, ein großer Kritiker von US-Präsident Donald Trump, ließ wissen, dass er den UN-Sicherheitsrat auffordern werde, sich mit dem zu befassen, was er als "Aggression gegen die Souveränität Venezuelas und Lateinamerikas" beschrieb. "Ohne Souveränität gibt es keine Nation", teilte Petro in den sozialen Medien mit.
Kolumbianische Polizisten kontrollieren an der Grenze zu Venezuela.
Nicht viele Experten haben mit dieser Entwicklung des USA-Venezuela-Konflikts gerechnet, wie ARD-Korrespondent Martin Ganslmeier berichtet. "Weil eine Invasion oder auch eine Gefangennahme des Staats- und Regierungschefs von Venezuela doch als sehr riskante Operation galt." Es sei möglich, dass die USA Maduro nach der Gefangennahme nun den Prozess als Drogen-Terrorist mache.
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nach einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio zur Zurückhaltung aufgerufen. "Die EU hat wiederholt erklärt, dass Herrn Maduro die Legitimität fehlt und sich für einen friedlichen Übergang ausgesprochen", schreibt sie auf der Plattform X.
"Unter allen Umständen müssen die Grundsätze des Völkerrechts und der Charta der Vereinten Nationen eingehalten werden. Wir rufen zur Zurückhaltung auf", fügt sie hinzu, ohne die USA direkt zu kritisieren. Die Sicherheit der EU-Bürger in Venezuela habe für die EU oberste Priorität. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mitgeteilt, die USA hätten Venezuela angegriffen und Präsident Nicolas Maduro gefangen genommen.
Die USA wollen Venezuelas Präsidenten Nicolas Maduro nach Angaben des US-Senators Mike Lee in den Vereinigten Staaten vor ein Strafgericht stellen. Er habe dies von Außenminister Marco Rubio in einem Telefonat erfahren, sagte Lee laut Nachrichtenagentur Reuters. Rubio gehe auch nicht von "weiteren Handlungen" in Venezuela aus, jetzt da sich Maduro in US-Gewahrsam befinde. Lee ist wie Rubio und Präsident Donald Trump Mitglied der Republikanischen Partei.
Spanien hat angesichts der US-Angriffe in Venezuela und der Mitteilung über eine Gefangennahme von Präsident Nicolás Maduro zur Mäßigung aufgerufen. Das Völkerrecht und die UN-Charta müssten beachtet werden, stand in einer ersten Erklärung des spanischen Außenministeriums zur Lage in dem südamerikanischen Land. Zugleich bot die linke Regierung in Madrid ihre Hilfe an, um "eine friedliche und durch Verhandlungen erzielte Lösung der gegenwärtigen Krise zu erreichen".
Bilder zeigen Rauch und Feuer nach dem Angriff in Caracas.
US-Präsident Donald Trump hat in einem Telefonat mit der New York Times den US-Einsatz zur Ergreifung des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro als Erfolg gewertet. Dieser sei aufgrund "viel guter Planung und vieler großartiger Soldaten und großartiger Leute" erfolgreich durchgeführt worden, berichtete die Tageszeitung unter Berufung auf ein Gespräch mit dem Präsidenten. Er habe das Vorgehen als "brillante Operation" bezeichnet.
Auf die Frage, ob er sich die Zustimmung des Kongresses für das Vorhaben eingeholt habe oder wie es mit Venezuela weitergehe, sagte Trump, er wolle dazu bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz Mar-a-Lago Stellung beziehen. Sie ist für 11.00 Uhr (17.00 Uhr in Deutschland) angekündigt.
Russland hat den Angriff der USA auf Venezuela verurteilt. Es handele sich um einen "Akt der bewaffneten Aggression" gegen das südamerikanische Land, teilte das russische Außenministerium auf seinem Telegram-Kanal mit. "Venezuela muss das Recht haben, sein eigenes Schicksal ohne jede zerstörerische, geschweige denn militärische Intervention von außen zu bestimmen", hieß es.
Das Außenministerium rief zu einem Dialog auf, mit dem eine weitere Eskalation verhindert werden solle. Es sprach sich zudem für ein Krisentreffen des UN-Sicherheitsrats aus.
Der von US-Streitkräften gefasste venezolanische Staatschef Nicolás Maduro wird nach Angaben von US-Vize-Außenminister Christopher Landau für seine "Verbrechen" zur Rechenschaft gezogen. "Der Tyrann ist gestürzt", schrieb Landau auf X.
Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro ist laut einem Medienbericht von einer US-Elite-Spezialeinheit gefangen genommen worden. Am frühen Samstagmorgen sei Maduro von Einheiten der Delta Force in Gewahrsam genommen worden, berichtete der US-Sender CBS News unter Berufung auf US-Beamte. Die Einheit der US-Armee kam auch 2019 zum Einsatz, bei der der Anführer des Islamischen Staates (IS), Abu Bakr al-Bagdadi, getötet wurde.
Im Auswärtigen Amt wird heute der Krisenstab der Bundesregierung zusammentreten. "Wir beobachten die Lage in Venezuela sehr aufmerksam und verfolgen die aktuellen Meldungen mit größter Sorge", heißt es im Außenministerium. Das Auswärtige Amt stehe im engen Kontakt mit der Botschaft in Caracas. Die Lage sei derzeit "in Teilen noch unübersichtlich". Die Bundesregierung stimme sich eng mit den Partnern ab.
Venezuela hat einen "massiven" Einsatz all seiner militärischen Mittel angekündigt. Es werde einen "massiven Einsatz aller Land-, Luft-, Marine-, Fluss- und ballistischer Mittel geben", sagte der venezolanische Verteidigungsminister Vladimir Padrino zur Begründung in einer Rede, die in Online-Netzwerken verbreitet wurde.
"Die Truppen der Invasoren (...) haben unseren Boden entweiht", sagte Padrino. Die US-Armee habe sogar Wohngebiete angegriffen. Derzeit würden Informationen über "Verletzte und Tote" zusammengetragen.
Nach dem Angriff der USA auf Venezuela haben mehrere US-Parlamentarier Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Vorgehens geäußert. Der demokratische Senator von Arizona, Ruben Gallego schrieb im Kurznachrichtendienst X: "Dieser Krieg ist illegal. Es ist beschämend, dass wir uns vom Weltpolizisten zum Weltmobber entwickelt haben. Es gibt keinen Grund, warum wir mit Venezuela im Krieg sein sollten".
Auch ein Parteifreund von US-Präsident Donald Trump, der republikanische Senator Mike Lee von Utah, meldete Zweifel an: "Ich bin gespannt darauf zu erfahren, was – falls überhaupt etwas - diese Handlung verfassungsrechtlich rechtfertigen könnte, angesichts des Fehlens einer Kriegserklärung oder einer Genehmigung zum Einsatz militärischer Gewalt."
Der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic hat den US-Angriff auf Venezuela scharf kritisiert. "Was wir hier mutmaßlich erleben, ist eine hochgefährliche Verschiebung der internationalen Ordnung", sagte der außenpolitische Sprecher der SPD am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. "Wenn militärische Gewalt ohne UN-Mandat eingesetzt, Regime-Change offen betrieben und das Völkerrecht zur Verhandlungsmasse degradiert wird, dann ersetzt das Recht des Stärkeren zunehmend die Stärke des Rechts."
Ahmetovic verwies darauf, dass US-Präsident Donald Trump neben dem Einsatz in Venezuela auch "völkerrechtswidrige Aktionen auf internationalen Gewässern, geopolitische Fantasien über Grönland oder geheime Absprachen mit dem Aggressor über die Zukunft der angegriffenen Ukraine ohne Europa" betreibe.
Die venezolanische Regierung weiß derzeit nicht, wo sich Präsident Nicolas Maduro und seine Frau aufhalten. Das teilt Vizepräsidentin Delcy Rodriguez in einer im Staatsfernsehen ausgestrahlten Audiobotschaft mit. Sie fordert "einen sofortigen Beweis", dass die beiden noch am Leben seien. US-Präsident Donald Trump hat mitgeteilt, dass Maduro und seine Frau gefangen genommen und außer Landes geflogen worden seien.
In der venezolanischen Hauptstadt Caracas hat es mehrere Explosionen gegeben. Die venezolanische Regierung rief den Notstand aus und machte in einer Erklärung die USA für den "schweren militärischen Angriff" verantwortlich.