Los Angeles: "Ich wusste plötzlich nicht mehr, was wertvoll ist und was nicht"
Vor einem Jahr verlor die Autorin Meghan Daum in den Bränden von Los Angeles alles, was sie besaß. Aber ihre Heimat, hatte sie die womöglich schon vorher verloren?
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Nachdem sie monatelang wohnungslos gewesen war, mietet Daum jetzt wieder ein Haus in Los Angeles. Hier ist sie mit ihrem Neufundländer Hugo zu sehen. © Maggie Shannon für ZEITmagazin
Vor einem Jahr verlor die Autorin Meghan Daum in den Bränden von Los Angeles alles, was sie besaß. Aber ihre Heimat, hatte sie die womöglich schon vorher verloren? Von Ilka Piepgras
ZEITmagazin Nr. 2/2026 12. Januar 2026, 5:28 Uhr aktualisiert am 12. Januar 2026, 5:28 Uhr
Das ist jetzt übertrieben vorsichtig, hat sich Meghan Daum gedacht, als sie am Abend des 7. Januar vor einem Jahr ins Auto stieg und Altadena, eine Kleinstadt am nördlichen Rand von Los Angeles, verließ. Seit Stunden peitschten starke Winde ein Feuer aus den Bergen ins Tal hinein, jetzt hatte es Daums Siedlung erreicht, aber niemand die Bewohner zur Evakuierung aufgefordert. In ein paar Tagen bin ich zurück, war Daum überzeugt. Die Nacht verbrachte die damals 54-Jährige mit ihrem Hund Hugo – einem riesigen Neufundländer – in der Wohnung eines Freundes. Am nächsten Morgen dann der Anruf ihrer Vermieterin: Das Haus, in dem Daum gelebt hat, ist zerstört. Es gibt kein Zurück.