Mais-Chili-Mango-Tofu: Scharf, frisch und knusprig
Eigentlich ist es unangebracht, im Restaurant nach dem Rezept zu fragen, wenn es besonders gut geschmeckt hat. Neulich aber konnte unsere Autorin nicht anders – voilà.
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© Silvio Knezevic für ZEITmagazin
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Aus der ZEIT Nr. 02/2026 Aktualisiert am 10. Januar 2026, 11:05 Uhr
- vegan
Eigentlich finde ich es unangebracht, im Restaurant nach dem Rezept zu fragen, wenn es besonders gut geschmeckt hat. Warum das Geheimnis entzaubern? Aber neulich konnte ich nicht anders. Diese frische Aromen-Explosion von der pflanzenbasiert kochenden Marion Klammer bei einem Pop-up-Dinner im Berliner Restaurant Bonvivant ließ mich jede Contenance vergessen. Also habe ich gefragt, damit Sie es nicht tun müssen.
Für das Chiliöl geschälte Knoblauchscheiben im Öl bei niedriger Temperatur goldbraun frittieren. Herausnehmen und beiseitestellen. Das heiße Öl über Chili, Nelken, Sternanis und Zimtstange gießen. Nach dem Abkühlen den Knoblauch wieder hinzufügen. Mit Mirin, Sojasoße und Ahornsirup abschmecken. Den Tofu in große Würfel schneiden und gut salzen. In einer Pfanne mit Öl rundum goldbraun und knusprig anbraten. Dann Tofu ins Chiliöl legen und mindestens 30 Minuten, besser über Nacht, marinieren. Für die Soße Mango schälen und pürieren. Unter ständigem Mixen nach und nach etwas Chiliöl einlaufen lassen, bis eine cremige Konsistenz entsteht. Wenn zu dick: mit etwas Wasser verdünnen. Wenn zu scharf: mit neutralem Öl emulgieren. Babymaiskolben waschen (oder Maiskörner abtropfen lassen), in einer heißen Pfanne mit etwas Öl scharf anbraten und salzen. Tofu aus dem Chiliöl nehmen und ohne weiteres Fett nochmals in der Pfanne knusprig braten. Soße auf vier Teller verteilen. Mais und Tofu darübergeben. Mit Frühlingszwiebelringen, Koriander und Chiliflocken (aus dem Öl) garnieren. Tipp: Je länger der Tofu im Chiliöl zieht, desto intensiver wird das Aroma. Wer es besonders scharf mag, kann das Öl mit frischen Chilis pimpen.