Massive Stromausfälle in Großbritannien und Frankreich nach Wintersturm
In Großbritannien und Frankreich hat der Sturm "Goretti" massive Stromausfälle verursacht. Viele Schulen blieben zu, Züge stehen still. In Frankreich wurde das Atomkraftwerk Flamanville vorübergehend abgeschaltet.

Schäden durch Wintersturm Hunderttausende in Großbritannien und Frankreich ohne Strom
Stand: 09.01.2026 16:22 Uhr
In Großbritannien und Frankreich hat der Sturm "Goretti" massive Stromausfälle verursacht. Viele Schulen blieben zu, Züge stehen still. In Frankreich wurde das Atomkraftwerk Flamanville vorübergehend abgeschaltet.
Auch in Großbritannien und Frankreich beherrscht der Wintersturm den Alltag der Menschen. "Goretti", wie der Sturm dort heißt, hat für massive Stromausfälle in beiden Ländern gesorgt. In Großbritannien mussten am Vormittag nach Angaben des Stromnetzbetreibers National Grid mehr als 55.000 Haushalte ohne Strom auskommen, die meisten davon im Südwesten und in den westlichen Midlands.
Vielerorts blieben die Schulen zu, Straßen sind durch umgestürzte Bäume und beschädigte Stromleitungen gesperrt, Züge stehen still. Im stark betroffenen Cornwall in England wurden die Bewohner gebeten, auf nicht notwendige Reisen zu verzichten.
Viele Flüge in London gestrichen
Der Nachrichtenagentur PA zufolge wurden am Londoner Flughafen Heathrow mindestens 69 Starts und Landungen gestrichen, die meisten davon Kurzstreckenflüge der Fluggesellschaft British Airways.
Etwa 9.000 Fluggäste dürften demnach betroffen sein. Auch Flüge nach Deutschland wurden gestrichen, wie auf der Webseite des Flughafens zu sehen war.
380.000 Haushalte in Frankreich betroffen
In Frankreich sind noch deutlich mehr Menschen ohne Strom, nachdem Sturm "Goretti" in der Nacht mit Geschwindigkeiten von örtlich bis zu 200 Kilometern pro Stunde über den Nordwesten des Landes zog. Mehr als 380.000 Haushalte sind von den Stromausfällen betroffen.
Trotz vieler umgestürzter Bäume und Behinderungen wurden nach einer vorläufigen Bilanz des Innenministeriums lediglich sechs Menschen leicht verletzt, wie Medien berichteten.
Bis zu 13 Meter hohe Wellen in der Bretagne
In der Bretagne brachen in der Nacht zehn bis 13 Meter hohe Wellen über einige Küstenabschnitte herein. In Nordfrankreich sollen heute bis auf wenige Ausnahmen keine Züge fahren. In der Normandie und der Bretagne soll der Bahnverkehr am Nachmittag wieder anlaufen.
Behinderungen gab es auch im Großraum Paris sowie im Elsass und in Lothringen. In den Departements Manche und Seine-Maritime blieben die Schulen geschlossen. Die Behörden hatten eindringlich vor den Gefahren des Sturms gewarnt und die Menschen aufgerufen, sich möglichst in ihren Wohnungen aufzuhalten. Inzwischen ist der Sturm in der Region allerdings wieder abgeflaut.