Medienberichte: Laut CIA kein Angriff Kiews auf Putins Residenz
Russland beschuldigt die Ukraine, einen Angriff auf Kremlchef Putins Residenz unternommen zu haben. Eine CIA-Analyse soll nun belegen, dass das nicht stimmt. Damit stützt der Geheimdienst die Position der Ukraine.

Stand: 01.01.2026 11:11 Uhr
Russland beschuldigt die Ukraine, einen Angriff auf Kremlchef Putins Residenz unternommen zu haben. Doch eine CIA-Analyse soll nun belegen, dass das nicht stimmt. Damit stützt der Geheimdienst die Position der Ukraine.
Der US-Auslandsgeheimdienst CIA kommt Medienberichten zufolge zu dem Ergebnis, dass die Ukraine weder den russischen Präsidenten Wladimir Putin ins Visier genommen noch eine seiner Residenzen angegriffen hat. Das berichteten das Wall Street Journal sowie die Sender PBS und CNN unter Berufung auf namentlich nicht genannte Vertreter der US-Regierung.
Damit widerspricht die CIA Vorwürfen aus Moskau vom Montag. Auch US-Präsident Donald Trump hatte nach einem Gespräch mit Putin die Ukraine wegen des angeblichen Angriffs kritisiert.
Laut den Medienberichten belegt eine Analyse des CIA nun, dass es einen Drohnenangriff auf ein militärisches Ziel in derselben Region wie Putins Residenz gegeben habe, allerdings nicht in der Nähe des Anwesens. Trump sei von CIA-Chef John Ratcliffe entsprechend unterrichtet worden.
Kiew sieht Anschuldigung als Vorwand
Russland hatte am Mittwoch erstmals mögliche Beweise für die Vorwürfe präsentiert, darunter Reste einer mutmaßlich ukrainischen Drohne. Kiew bestreitet, eine Residenz Putins angegriffen zu haben. Der ukrainische Auslandsgeheimdienst sprach von gefälschten Karten und Attrappen.
Die Ukraine sieht in Moskaus Behauptung einen Vorwand Russlands, den Krieg trotz laufender Verhandlungen um eine Friedenslösung weiter fortzusetzen und erneut auch Regierungsgebäude in Kiew angreifen zu wollen. Putins außenpolitischer Berater, Juri Uschakow, sagte, der Kreml hoffe auf Verständnis der USA, dass Russland nun seine Position bei den Verhandlungen überdenke.