Missbrauch von KI: Groteske Geschmacklosigkeit
KI-Videos vom festgenommenen Maduro fluten das Netz. Nutzer missbrauchen Chatbot von Elon Musk. Und: Das sind die neuesten (und gruseligsten) KI-Trends. Der KI-Newsletter
KI-Videos vom festgenommenen Maduro fluten das Netz. Nutzer missbrauchen Chatbot von Elon Musk. Und: Das sind die neuesten (und gruseligsten) KI-Trends. Der KI-Newsletter
8. Januar 2026, 16:37 Uhr
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Wir melden uns aus der Winterpause zurück und wünschen Ihnen einen guten Start ins neue Jahr. Das begann turbulent. Die ersten Tage haben die ein oder andere vermeintliche Gewissheit stark ins Wanken gebracht. Unsere Stromversorgung ist sicher, wäre eine, die USA halten sich an geltendes Völkerrecht, eine andere. Stattdessen entführten US-Soldaten den venezolanischen Diktator Nicolás Maduro. Es dauerte danach nicht lang, und vom verhafteten Maduro tauchten in den sozialen Medien KI-generierte Videos auf, wie er beispielsweise im Jogginganzug durch den Gerichtssaal tanzt. Videos wie diese mögen auf den ersten Blick harmlos und lustig sein, schreibt meine Kollegin Laura Cwiertnia, verstellen aber den Blick für das, um was es hier eigentlich gehen sollte: die Gewalt, Armut und Repressalien, unter denen die venezolanische Bevölkerung seit vielen Jahren leidet.
Übersicht:
Was Sie wissen müssen: Weltweite Kritik an Chatbot von Elon Musk
Elon Musk hat ein Foto von sich im knappen schwarzen Bikini und in Turnschuhen auf seiner Nachrichtenplattform X veröffentlicht. Sein Chatbot Grok soll Berichten zufolge sexualisierte Bilder von Minderjährigen und Frauen generiert und anschließend auf X verbreitet haben. Auf Kritik reagierte Musk zunächst mit eben jenem Bild von sich im Bikini. Mein Kollege Jakob von Lindern kommentiert, dass die sexualisierten Darstellungen, die gegen den Willen der Betroffenen veröffentlicht wurden, kein überraschender Unfall waren. Sondern dass sich Musks KI-Unternehmen xAI bewusst dafür entschieden hat, dem Bot nur laxe Grenzen zu setzen.