Musik: Meine Ode an die Freude
In der Oper werden immer nur "Die Zauberflöte" und "Carmen" gespielt? Falsch! So viel Neues wie 2026 gab's lange nicht mehr. Aufregend!
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Z+ (abopflichtiger Inhalt); Musik: Meine Ode an die Freude
In Theater und Oper bricht ein aufregendes Jahr an. Christine Lemke-Matwey blickt auf das musikalische Programm.
Aus der ZEIT Nr. 02/2026 Aktualisiert am 10. Januar 2026, 17:10 Uhr
Meine Freude flammte Mitte Dezember auf, in der schlimmsten Berliner Dunkelkälte. Ein Klavierrecital im Kammermusiksaal, Elisabeth Leonskaja spielte die drei letzten Sonaten von Franz Schubert (alle drei!), und als das Konzert kurz vor 23 Uhr endete, war alles warm und wunderkerzenhell. Stürmisch feierten die Zuhörer die 80-jährige Pianistin für ihren lebenssatten Anschlag, die Tiefe ihrer Interpretation, das so stockend anhebende Andantino aus der Sonate in A-Dur. Leonskaja sprengte Panzer, den der Welt – und die der Menschen.