Naturpelz: Jetzt wird's haarig
Mit dem Wintereinbruch ist es an der Zeit, den guten alten Pelz aus dem Schrank zu holen. Aus vielen Gründen! Warme Worte für ein umstrittenes Kleidungsstück
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Mit dem Wintereinbruch ist es an der Zeit, den guten alten Pelz aus dem Schrank zu holen. Aus vielen Gründen! Warme Worte für ein umstrittenes Kleidungsstück
Aktualisiert am 10. Januar 2026, 20:16 Uhr

Wissen Sie, wie viel Kraft und Halt so ein bockiger Nutria gibt, schimmernd wie eine Rüstung in allen Schattierungen von Schwarz? © Jimmy Sime/Getty Images
Dieser Artikel ist Teil von ZEIT am Wochenende__, Ausgabe 02/2026.
Der Winter ist zurück, der wirkliche, der bitterkalte, mit ernstem Schnee, mit dauerhaftem Schnee und dauerhaften Minusgraden, mancherorts im zweistelligen Bereich. Es ist der böse alte Winter wie in der bösen alten Zeit. Könnte da nicht auch der gute alte Pelz wiederkommen? Der Nutria, der Nerz, der Bisam und – horribile dictu – der Wolf? Das ist, zugegeben, eine frivole Frage, aber ist nicht auch das Wetter frivol, das diesen dramatischen Rückruf in die Geschichte startet? Passend zu all den anderen Rückrufen in die Geschichte, zurück zu den bösen Herrschern, zu offener Machtpolitik und blankem Zynismus? Es ist, machen wir uns nichts vor, nicht nur der von feministischer Seite gefürchtete Backlash, es ist ein universaler Backlash. Alles für überwunden Geglaubte kehrt zurück, wir erleben, nicht nur auf die Ukraine bezogen, einen echten Kriegswinter. Wäre es da nicht tröstlich, das fröstelnde Haupt in einen Pelzkragen zu schmiegen, die Hände in einen Muff zu stecken oder wenigstens um den Hals einen kleinen dekorativen Fuchs zu schlingen, mit diesem wunderbar weichen, flauschig-fülligen Schwanz?