Niederlande: Letzte Silvesternacht mit Böllern in Niederlanden eskaliert
Mindestens zwei Tote, Festnahmen, eine brennende Kirche: Polizei und Feuerwehr waren zum Jahreswechsel in den Niederlanden stark gefordert. Ab 2026 gilt ein Böllerverbot.
Mindestens zwei Tote, Festnahmen, eine brennende Kirche: Polizei und Feuerwehr waren zum Jahreswechsel in den Niederlanden stark gefordert. Ab 2026 gilt ein Böllerverbot.
Aktualisiert am 1. Januar 2026, 8:45 Uhr Quelle: DIE ZEIT, dpa, lgi
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Feuerwehrleute löschen die brennende Vondelkirche in der Nähe des Vondelparks in Amsterdam. © Remko de Waal/ANP/dpa
In den Niederlanden ist der letzte Jahreswechsel, bei dem Böller und Raketen erlaubt waren, unruhig verlaufen. In etlichen Städten musste die Polizei in der Silvesternacht wegen Gewalt und Zwischenfällen mit Feuerwerk ausrücken. Es gab Gebäudebrände, Verletzte und Festnahmen.
In Breda nahe der belgischen Grenze wurden Polizisten mit Molotowcocktails und Gehwegekacheln beworfen, wie die Zeitung De Telegraaf berichtete. Die Vorsitzende der niederländischen Polizeigewerkschaft sprach von beispielloser Gewalt gegen Polizistinnen und Polizisten in der Silvesternacht.
In der Großstadt Nijmegen an der deutschen Grenze kam ein 17-Jähriger bei einem Unglück mit einem Böller ums Leben. Laut Medienberichten starb in der Stadt Aalsmeer ein weiterer Mensch. Auch hier soll Feuerwerk eine Rolle gespielt haben. Dazu kommen mehrere Schwerverletzte im ganzen Land.
Kirche in Amsterdam steht in Flammen
In Amsterdam geriet der Turm der Vondelkirche im Stadtzentrum in Brand. Die Spitze des Turms stürzte ein, ein Großaufgebot von Feuerwehrleuten rückte an. Eine große Zahl von Wohnungen in der Umgebung der Kirche wurde evakuiert. Verletzte gab es nach ersten Berichten nicht. Die Behörden warnten vor Funkenflug wegen starken Windes. Die Kirche ist offenbar so stark beschädigt, dass sie komplett einstürzen könnte.
Die Ursache des Brandes in dem rund 50 Meter hohen Turm ist noch nicht bekannt. "Es ist ein sehr heftiger und schrecklicher Brand in dieser monumentalen Kirche", sagte die Amsterdamer Bürgermeisterin Femke Halsema. "Unsere erste Sorge und Priorität gilt nun dem Wohlergehen und den Häusern der unmittelbaren Anwohner."