OLED mit echtem RGB: LG und Samsung machen Monitore Windows-freundlicher
Die nächste OLED-Generation verspricht einen weiteren großen Sprung. LGs Variante dürfte farbstärker werden, Samsungs weniger ausfransen.
Die beiden wichtigsten Zulieferer von OLED-Panels für PC-Monitore verbessern in einem großen Schritt ihre Technik. Samsung Display und LG Display ordnen die Subpixel bei ihrer nächsten OLED-Generation klassisch in vertikalen roten, grünen und blauen Streifen (RGB) an. Von allen großen Monitorherstellern dürften 2026 damit neue Modelle erscheinen, etwa von Asus, Gigabyte und MSI.
RGB-Streifen haben sich bei PC-Monitoren als optimal erwiesen. Insbesondere Windows-Betriebssysteme kommen damit am besten klar: Das sogenannte Cleartype-Subpixel-Rendering von Microsoft kennt ausschließlich RGB. Es hübscht Text auf, indem es jeden Subpixel einzeln ansteuert und damit etwa Bögen abrundet.
Vergleich verschiedener Subpixel-Layouts: links LGs bisherige Bauweise mit eingefügtem weißem Subpixel, in der Mitte Samsungs bisherige Anordnung und rechts LGs neue Variange. Samsungs neue sieht ähnlich aus, nur mit flacheren grünen und blauen Streifen.
(Bild: LG)
Rolle vorwärts bei Samsung
Der Technikschritt ist vor allem bei Samsungs Quantum Dot Organic Light Emitting Diodes (QD-OLED) weitreichend. Bisher hat der Hersteller die Subpixel im Dreieck angeordnet, was zu Farbsäumen an allen kontraststarken Kanten führte. Insbesondere Text wirkte aufgrund von violett-roten Farbsäumen ausgefranst.
Bei der dreieckigen Anordnung überlagern sich die drei Farben nur in der Mitte und erzeugen dort ein Weiß. Oben bleibt immer ein grüner Rand, links ein roter, rechts ein blauer. Bei dünnen horizontalen Streifen bleiben dagegen nur links und rechts dünne Farbstreifen übrig. Bei modernen Panels sind sie allerdings so dünn, dass sie kaum bis gar nicht wahrnehmbar sind.
Samsung nennt seine neue Anordnung „V-Stripe“. Das V bezieht sich auf die Größe der Subpixel, wobei das Zeichen > besser zur Veranschaulichung ist: Der rote Streifen links ist am höchsten, der grüne in der Mitte etwas kleiner und der blaue rechts am kleinsten.
Der Hersteller gleicht damit die unterschiedliche Leuchtkraft der drei Farben aus: Die zugrundeliegende organische Schicht leuchtet selbst blau, weshalb hier keine Umwandlung notwendig ist, die Helligkeit kostet. Die roten und grünen Farben entstehen dagegen mithilfe von Quantenpunkten.
Samsungs erstes V-Stripe-Panel ist für ultrabreite Monitore.

