Proteste gegen ICE: US-Regierung sendet weitere Beamte nach Minneapolis
Tödliche Schüsse eines Einwanderungsbeamten auf eine Frau in Minneapolis haben landesweit Proteste ausgelöst. Die US-Regierung reagiert, indem sie hunderte weitere Beamte in die Stadt schickt.

Stand: 12.01.2026 03:30 Uhr
Tödliche Schüsse eines Einwanderungsbeamten auf eine Frau in Minneapolis haben landesweit Proteste ausgelöst. Die US-Regierung reagiert, indem sie hunderte weitere Beamte in die Stadt schickt.
Angesichts der Proteste gegen die Einwanderungspolizei ICE in Minneapolis verstärkt die US-Regierung das Sicherheitsaufgebot in der Stadt. Hunderte zusätzliche Bundespolizisten würden nach Minneapolis geschickt, sagte Heimatschutzministerin Kristi Noem dem Sender Fox News.
Es müsse dafür gesorgt werden, dass "unsere ICE- und Grenzschutzbeamten, die in Minneapolis im Einsatz sind, dort sicher arbeiten können". Sie kündigte ein hartes Durchgreifen an: "Wenn Einzelpersonen Gewalt gegen die Ordnungskräfte ausüben oder unsere Einsätze behindern, ist das eine Straftat, und wir werden sie für die Folgen zur Verantwortung ziehen".
Noem sieht Schuld für Proteste bei Demokraten
Noem hatte zuvor behauptet, die Demokraten hätten die Demonstranten zu Gewalt gegen Beamte der Einwanderungspolizei angestachelt. "Sie haben zu den Zerstörungen und Gewalttaten ermutigt, die wir in den letzten Tagen in Minneapolis gesehen haben", sagte die Ministerin dem Sender CNN.
Ein ICE-Beamter hatte die unbewaffnete Autofahrerin Renee Good am Mittwoch in ihrem Auto mit drei Schüssen getötet. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump stellt die US-Amerikanerin Good seit dem Vorfall als "inländische Terroristin" dar, die von dem Beamten in einem Akt der Selbstverteidigung getötet worden sei.
Diese Darstellung wird von örtlichen Behördenvertretern entschieden zurückgewiesen. Der Vorfall löste landesweit Proteste aus, allein in Minneapolis gingen am Samstag tausende Menschen auf die Straßen.