Proteste im Iran: Trump droht iranischem Regime nach Gewalt gegen Demonstranten
Im Iran wurden bei regierungsfeindlichen Protesten mehrere Menschen getötet. Donald Trump droht mit einem Eingriff der USA: "Wir stehen Gewehr bei Fuß und sind bereit".
Im Iran wurden bei regierungsfeindlichen Protesten mehrere Menschen getötet. Donald Trump droht mit einem Eingriff der USA: "Wir stehen Gewehr bei Fuß und sind bereit."
Aktualisiert am 2. Januar 2026, 11:30 Uhr Quelle: DIE ZEIT, Reuters, dpa, AP, ale
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Im vergangenen Jahr ließ Donald Trump iranische Atomanlagen bombardieren. Jetzt droht er dem Regime in Teheran indirekt mit erneuten Angriffen. © Andrew Caballero-Reynolds/AFP/Getty Images
US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einem Eingreifen der USA gedroht, falls das Regime in Teheran weiterhin gewaltsam gegen regierungsfeindliche Proteste vorgeht. Sollte das Regime Demonstrierende erschießen oder töten, würden die USA ihnen zur Hilfe eilen, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Dabei legte er nahe, die USA könnten auch militärisch eingreifen: "Wir stehen Gewehr bei Fuß und sind bereit", schrieb Trump. Konkrete Schritte kündigte er aber nicht an.
Im Iran sind bei seit Tagen anhaltenden Protesten laut örtlichen Medien und Menschenrechtsgruppen mehrere Menschen getötet worden. Anlass für die Unruhen ist die schlechte Wirtschaftslage in dem Land. Am Sonntag hatten sie mit Protesten von Ladenbesitzern begonnen, die den Verfall der Landeswährung und die damit einhergehende hohe Inflation beklagten.
Gegenüber der Drohung des US-Präsidenten zeigte sich der Iran entschlossen. "Trump sollte wissen, dass eine Intervention durch die USA bei dem inländischen Problem Chaos in der gesamten Region und der Zerstörung der US-Interessen gleichkommt", schrieb der Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats des Irans, Ali Laridschani, auf der Plattform X. "Die Menschen der USA sollten wissen, dass Trump mit dem Abenteuertum angefangen hat. Sie sollten auf ihre eigenen Soldaten aufpassen."