Russland: Ausländische Truppen in der Ukraine wären "legitimes Ziel"
Russland betrachtet von westlichen Ländern in die Ukraine entsandte Truppen als "legitime Kampfziele". Moskau reagiert damit auf Pläne, bei einem Waffenstillstand eine multinationale Truppe dort zu stationieren.

Bei Waffenstillstand in der Ukraine Russland warnt vor Stationierung ausländischer Soldaten
Stand: 08.01.2026 16:14 Uhr
Russland betrachtet von westlichen Ländern in die Ukraine entsandte Truppen als "legitime Kampfziele". Moskau reagiert damit auf Pläne, bei einem Waffenstillstand eine multinationale Truppe dort zu stationieren.
Die russische Regierung hat sich erstmals zu einer Absichtserklärung der "Koalition der Willigen" geäußert, die im Falle eines Waffenstillstands die Stationierung westlicher Soldaten in der Ukraine vorsieht. Diese "militaristischen Erklärungen" der Koalition pro-ukrainischer westlicher Regierungen würden zunehmend gefährlich, teilte das russische Außenministerium mit.
In der Erklärung heißt es weiter, die Stationierung westlicher Militäreinheiten werde als ausländische Intervention eingestuft und stelle eine direkte Bedrohung dar. Die Pläne der Koalitionsteilnehmer seien eine "regelrechte Achse des Krieges". Moskau sprach von einem gefährlichen und zerstörerischen Plan, Kriegstreiberei und letztlich von einer ausländischen Intervention, die russische Sicherheitsinteressen bedrohe.
Welche Rolle spielen deutsche Soldaten?
Die "Koalition der Willigen" ist bereit, den geplanten Waffenstillstand mit zu überwachen. Der französische Präsident Emmanuel Macron stellte die Entsendung von Tausenden französischer Soldaten in Aussicht. Laut Bundeskanzler Friedrich Merz könnten deutsche Soldaten auf NATO-Gebiet unterstützend wirken.
Eine Schutztruppe zur Absicherung eines Waffenstillstands liegt allerdings in weiter Ferne, da Russland bislang keine Anstalten macht, mit der Ukraine zu verhandeln. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist dazu bereit, fordert vor Aufnahme von Gesprächen aber zunächst eine Waffenruhe. Russland lehnt eine Waffenruhe unter Vorbedingungen jedoch ab. Machthaber Wladimir Putin setzt weiter auf den Vormarsch seiner Armee, um seine Kriegsziele zu erreichen.
Mehrere Gesprächsrunden mit der US-Regierung haben dies offenbar nicht grundsätzlich geändert. Die USA haben die Entsendung eigener Truppen in die Ukraine ausgeschlossen. Ihr Sondergesandter Steve Witkoff sagte jedoch bei dem Treffen in Paris, Präsident Donald Trump stehe "stark hinter" Sicherheitsgarantien, die künftige Angriffe auf die Ukraine abschrecken sollen.
Mit Informationen von Frank Aischmann, Studio Moskau