Russland greift Ukraine an - auch mit neuer "Oreschnik"-Rakete
Russland hat die Ukraine erneut massiv mit Drohnen und Raketen angegriffen. Dabei gab es mehrere Tote. Bei einem Angriff auf Ziele in der Westukraine hat das russische Militär die neue Mittelstreckenrakete "Oreschnik" verwendet.

Neue Hyperschallrakete Russland greift Ukraine an - auch mit "Oreschnik"-Rakete
Stand: 09.01.2026 15:09 Uhr
Russland hat die Ukraine erneut massiv mit Drohnen und Raketen angegriffen. Dabei gab es mehrere Tote. Bei einem Angriff auf Ziele in der Westukraine hat das russische Militär die neue Mittelstreckenrakete "Oreschnik" verwendet.
Bei einem russischen Angriff auf die Ukraine, sind in Kiew vier Menschen getötet und mindestens 13 weitere verletzt worden, wie der Bürgermeister Kiews, Vitali Klitschko, auf Telegram mitteilte. Der Angriff habe zudem erhebliche Schäden an Wohnhäusern und der Infrastruktur verursacht. Ein Wohnhaus wurde demnach zweimal beschossen, bei den Rettungsarbeiten wurde auch ein Helfer getötet.
Die Botschaft Katars sei ebenfalls beschädigt worden. Laut ukrainischen Behörden ist bei 500.000 Einwohnern in Kiew durch die Angriffe der Strom ausgefallen. Tausende Wohnblöcke seien ohne Heizung. Man arbeite so schnell wie möglich daran, die Versorgung wieder herzustellen, hieß es.
Selenskyj fordert Reaktion der Weltgemeinschaft
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj forderte eine klare Reaktion der Weltgemeinschaft auf den russischen Angriff der Nacht. Russland müsse das Signal bekommen, dass es seine Pflicht sei, sich auf Diplomatie zu konzentrieren und nicht auf Tötungen und Zerstörung der Infrastruktur. Dieses Signal solle vor allem aus den USA kommen.
Der Angriff umfasste laut dem ukrainischen Militär 242 Drohnen und 35 Raketen und Marschflugkörpern. Bei einem Angriff auf ein Ziel in der Westukraine verwendete Russland eine neue Mittelstreckenrakete vom Typ "Oreschnik". Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums war der Einsatz eine Vergeltungsaktion für die angebliche Attacke auf die Residenz von Kremlchef Putin.
Die Regierung in Kiew hat die Darstellung Russlands stets als Lüge zurückgewiesen, es habe keinen Angriff auf eine Residenz Putins gegeben. Auch die US-Geheimdienste haben dazu keine Erkenntnisse. US-Präsident Donald Trump sagte, er glaube nicht, dass es den Angriff auf Putins Residenz gegeben habe.
Offenbar Angriff auf Gasspeicher
Über Opfer des "Oreschnik"-Angriffs in der Westukraine ist bisher nichts bekannt. Der Gouverneur der Region Lwiw sagte, die Rakete habe auf eine Infrastruktureinrichtung gezielt. Laut verschiedenen Medienberichten soll es sich dabei um einen Gasspeicher handeln. Den ukrainischen Luftstreitkräften zufolge hatte die "Oreschnik"-Rakete eine Geschwindigkeit von 13.000 km/h.