Samsung Galaxy Tab A11 im Test
Samsung veröffentlicht mit dem Galaxy Tab A11 nach langer Pause eine Neuauflage seines kleinsten und günstigsten Tablets.
Samsung bringt mit dem Galaxy Tab A11 nach langer Pause eine Neuauflage seines kleinsten und günstigsten Tablets auf den Markt. Doch was ist neu?
Nach knapp zwei Jahren bringt Samsung mit dem Galaxy Tab A11 eine Neuauflage seines kompakten Einsteiger-Tablets. Es tritt die Nachfolge des Galaxy Tab A9 an – eine „10“ im Namen überspringt Samsung dieses Mal einfach.
Mit seinem 8,7-Zoll-Display richtet sich das Gerät an Nutzerinnen und Nutzer, die ihr Tablet häufig unterwegs dabeihaben möchten und deshalb eine handliche Alternative suchen. Auch als Zweitgerät für zu Hause bietet sich das Tab A11 an – etwa, um abends das Smartphone beiseitezulegen und stattdessen über das Tablet Artikel zu lesen oder YouTube-Videos zu schauen.
Technisch hat sich allerdings wenig getan: Samsung setzt erneut auf denselben Chipsatz, auch die übrigen Eckdaten lassen kaum echte Neuerungen erkennen. Die Verbesserungen liegen im Detail und fallen insgesamt überschaubar aus. Wie sich das neue, kleine und günstige Tablet im Alltag schlägt, zeigt dieser Testbericht.
Design
Gegenüber dem Vorgänger hat sich beim Galaxy Tab A11 äußerlich kaum etwas getan. Samsung setzt weiterhin auf das bewährte, kantige Metallgehäuse, das einen hochwertigen Eindruck vermittelt und sauber verarbeitet ist. Auch die einzeln eingefasste Kamera auf der Rückseite bleibt Teil des Designs.
Die Abmessungen sind unverändert: Mit 211 × 8 × 124,7 mm und einem Gewicht von 335 g liegt das Tablet gut in der Hand. Es eignet sich sowohl zum Lesen im Hochformat als auch für Videos im Querformat und lässt sich selbst über längere Zeit einhändig halten. Der Schutz gegen Wasser oder Staub ist nach IP52 nur minimal gegeben, ein paar Tropfen Wasser sollten dem kleinen Tablet also zumindest nicht schaden.
Display
Die Auflösung liegt auch beim Galaxy Tab A11 mit 1340 × 800 Pixeln weiterhin nur auf HD-Niveau. Bei einem kleinen Display mit 8,7 Zoll fällt dieser Nachteil für den Preis aber nicht ganz so drastisch ins Gewicht. Mit rund 179 PPI wirken Inhalte im Alltag überwiegend scharf, auch wenn Bildpunkte mit dem Auge beim genauen Hinsehen zu erkennen sind. Full HD wäre gerade für Videos oder kleinere Schriften wünschenswert gewesen.
Das IPS-Panel im 15:9-Format nutzt die Front dank einer Screen-to-Body-Ratio von knapp 82 Prozent gut aus und verleiht dem kleinen Tablet ein zeitgemäßes Erscheinungsbild. Die wichtigste Neuerung betrifft die Bildwiederholrate: Statt 60 Hz bietet das Galaxy Tab A11 nun 90 Hz. Das sorgt für deutlich flüssigeres Scrollen, geschmeidigere Animationen und ein insgesamt reaktionsfreudigeres Bediengefühl – gerade im Alltag ein klarer Mehrwert, auch ohne höhere Auflösung.
Abseits davon bleibt die Bildqualität auf solidem Mittelmaß. Die Farbdarstellung ist kräftig, aber weitgehend natürlich, die Blickwinkelstabilität überzeugt. LCD-typische Schwächen wie leichte Schattenbildung oder eine ungleichmäßige Ausleuchtung sind vorhanden, stören aber nicht übermäßig.
Mit rund 530 Nits ist das Display ausreichend hell für den Außeneinsatz, solange man direkte Sonneneinstrahlung meidet – ein leichter Zugewinn gegenüber dem Galaxy Tab A9. Widevine L1 ist ebenfalls vorhanden, sodass Streaming-Dienste theoretisch Full-HD liefern könnten, praktisch bleibt jedoch die HD-Auflösung des Panels der limitierende Faktor.
Samsung Galaxy Tab A11 - Bilder
Samsung Galaxy Tab A11
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Kamera
Etwas überarbeitet ist die Kameraausstattung. Neu ist der Sensor mit 5 Megapixeln als Frontkamera für Selfies und Videochats. Hinten bleibt es bei der 8‑Megapixel‑Linse. Viel erwarten sollte man nicht von so einem günstigen Tablet. Für gelegentliche Schnappschüsse, einen Videocall oder das Ablichten von Dokumenten reicht es aber aus.
Ausstattung
Bei der übrigen Hardware hat sich tatsächlich kaum etwas getan, die Ausstattung ist weitgehend identisch geblieben. Samsung setzt im Galaxy Tab A11 erneut auf den preiswerten Helio G99 von Mediatek. Die Leistung liegt damit spürbar unterhalb der Plus-Modelle, reicht aber für Alltagsaufgaben wie Streaming, Surfen oder einfaches Multitasking meistens aus.
Gelegentliche Denkpausen sind dennoch spürbar. Mit rund 8800 Punkten im PCMark ordnet sich das Tablet im unteren Mittelfeld ein. Auch die Grafikleistung bleibt mit 1300 Punkten bei 3DMark Wild Life überschaubar und genügt lediglich für einfache Casual Games, bei Titeln mit anspruchsvoller Grafik stößt der SoC jedoch schnell an seine Grenzen.
Samsung bietet das Tab A11 wahlweise mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher oder mit 8 GB RAM und 128 GB Speicher an. Von der Variante mit 4 GB RAM und 64 GB Speicher raten wir trotz des günstigen Preises jedoch ab. Empfehlenswert ist die Version mit 8 GB RAM und 128 GB Speicher. Ein microSD-Slot zur Speichererweiterung und eine 3,5-mm-Klinkenbuchse sind vorhanden, auf einen Fingerabdrucksensor verzichtet Samsung.
Bei den Schnittstellen wirkt das Tablet wenig zeitgemäß: USB-C arbeitet nur nach dem 2.0-Standard, drahtlos stehen Wi-Fi 5 und Bluetooth 5.3 bereit. Das ist für ein günstiges Tablet üblich, im Jahr 2025 aber nicht mehr zeitgemäß. Das gilt auch für die Variante mit Mobilfunk, die es nur mit 4G (LTE) gibt. Dank GNSS mit GPS, Glonass, Beidou und QZSS eignet sich das Galaxy Tab A11 auch zur Navigation – sowohl per Hotspot beim reinen WLAN-Modell als auch direkt bei der Mobilfunk-Variante.
Der Klang fällt für ein kleines Tablet ordentlich aus. Zwei Stereo-Lautsprecher mit jeweils 1 Watt unterstützen Dolby Atmos und reichen für Spiele, Videos oder kurze Clips problemlos aus.
Software
Der wohl größte Vorteil des Galaxy Tab A11 gegenüber dem Vorgänger A9 soll der deutlich verlängerte Update-Support sein. Selbst das kleine und günstige Tablet soll bis zu sieben Jahre lang mit Sicherheits-Updates versorgt werden – das ist in dieser Preisklasse alles andere als selbstverständlich. Ob sich Samsung am Ende daran hält, ist unsicher.
Zum Testzeitpunkt Ende Dezember lief das Gerät bereits mit One UI 8 und Android 16, ausgeliefert wird es in der Regel noch mit Android 15 und One UI 7. Der Sicherheitspatch war allerdings nicht mehr aktuell und stammte aus Oktober. Angesichts der Geräteklasse ist von quartalsweisen Updates auszugehen, was bei günstigen Samsung-Tablets üblich ist.
An der Oberfläche selbst gibt es keine Überraschungen. One UI bietet den gewohnten Samsung-Funktionsumfang mit zahlreichen eigenen Apps als Alternativen zu Googles Diensten – inklusive etwas Bloatware. Navigiert wird standardmäßig per On-Screen-Tasten, optional lässt sich aber auch die Gestensteuerung aktivieren.
Akku
Auch beim Akku bleibt alles beim Alten: Das Galaxy Tab A11 ist mit 5100 mAh ausgestattet – eine Kapazität, die mittlerweile viele Smartphones ebenfalls erreichen. Dennoch überzeugt das Tablet, wie schon der Vorgänger, mit einer guten Laufzeit. Das liegt zum einen am kleinen Display, das deutlich weniger Energie benötigt als größere Bildschirme, zum anderen am genügsamen Helio‑G99‑SoC ohne hohe Leistungsreserven.
Beim PCMark Battery Test erreichte das Tablet einen simulierten Wert von rund 12,5 Stunden und landet damit im oberen Drittel des Testfelds. Im Alltag lässt sich das Tab A11 damit problemlos einen ganzen Tag intensiv nutzen. Liegt es meist auf dem Couchtisch und wird nur sporadisch verwendet, muss man es nur alle drei bis vier Tage nachladen. Geduld ist beim Laden allerdings gefragt: Samsung erlaubt maximal 15 Watt, wodurch ein vollständiger Ladevorgang fast zwei Stunden in Anspruch nimmt.
Preis
Die UVP für das Modell mit 4/64 GB liegt bei 179 Euro. Bereits kurz nach dem Marktstart sind die Preise jedoch deutlich gefallen: Die Variante mit kleinem Speicher ist ab etwa 119 Euro auf Ebay erhältlich. Mit LTE gibt es sie ab rund 165 Euro auf Ebay (Code POWEREBAY10E). Das Galaxy Tab A11 mit 8/128 GB kostet derzeit rund 173 Euro, die LTE‑Version liegt bei knapp 200 Euro.
Fazit
Nach über zwei Jahren bringt Samsung wieder ein kompaktes und günstiges Tablet im 8,7-Zoll-Format auf den Markt. Es drängt sich allerdings der Eindruck auf, dass sich der Hersteller dabei nur wenig Mühe gegeben hat: Technisch ist vieles nahezu identisch mit dem rund zwei Jahre alten Vorgänger.
Zu den wenigen echten Verbesserungen zählt das Display, das nun mit bis zu 90 Hz arbeitet und damit spürbar flüssiger wirkt. Auch die Frontkamera wurde minimal aufgewertet. Das Panel ist zudem etwas heller, bietet aber weiterhin nur HD-Auflösung. Die Leistung reicht für Alltagsaufgaben wie Surfen, Streaming und einfache Apps aus, für mehr als Casual Games fehlt es dem Galaxy Tab A11 jedoch an Power.
Sollte Samsungs Update-Versprechen tatsächlich eingehalten werden, wäre das ein echtes Highlight: Bis zu sieben Jahre Support sind für ein Budget-Tablet äußerst ungewöhnlich. Der Preis bleibt niedrig, auch der Aufschlag gegenüber dem Vorgänger fällt moderat aus. Wer ein älteres Lenovo- oder Amazon-Tablet ersetzen möchte, findet hier eine solide Alternative. Besitzer eines Galaxy Tab A9 hingegen haben kaum Gründe für ein Upgrade.