Schnee, Glätte, Bahnausfälle: Wintersturm "Elli" hat das Land im Griff
Viel Schnee, tödliche Unfälle, stehende Züge: Wintersturm "Elli" hat weite Teile Deutschlands getroffen. Vor allem im Norden gelten weiterhin Unwetterwarnungen. Am Wochenende soll sich die Lage aber beruhigen.
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Stand: 09.01.2026 18:07 Uhr
Viel Schnee, tödliche Unfälle, stehende Züge: Wintersturm "Elli" hat weite Teile Deutschlands getroffen. Vor allem im Norden gelten weiterhin Unwetterwarnungen. Am Wochenende soll sich die Lage aber beruhigen.
Wintersturm "Elli" ist mit geballten Schneeladungen über Deutschland gezogen. Die Deutsche Bahn reagierte und stoppte den Fernverkehr im Norden des Landes. Der gesamte Schienenverkehr im Großraum Hannover sei eingestellt, teilte der Konzern mit. "Damit ist eines unserer wichtigsten Drehkreuze betroffen und der Fernverkehr im Norden Deutschlands nicht mehr möglich", hieß es.
Der Betriebsstopp sei nötig, um Fahrgäste, Mitarbeiter und Fahrzeuge zu schützen. Die Bahn kündigte an, die Fahrgäste an den Bahnhöfen zu versorgen. In Hannover und Hamburg wurden Aufenthaltszüge bereitgestellt. Erst morgen will die Bahn den Fernverkehr im Norden wieder "schrittweise" aufnehmen.
Auch in Ostdeutschland nahmen die witterungsbedingten Beeinträchtigungen im Bahnverkehr im Laufe des Tages zu. Insbesondere gab es Einschränkungen im Regionalverkehr.
Glätte und Unfälle
Von den Folgen des Winterwetters sind bundesweit auch viele Straßen betroffen. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor spiegelglatten und verschneiten Straßen in vielen Regionen. In etlichen Städten wurde der Busverkehr vorsichtshalber eingestellt.
In Bayern kam es zu zwei tödlichen Unfällen. Bei einem Frontalzusammenstoß zweier Autos in Niederbayern starben zwei Menschen. Wie ein Polizeisprecher sagte, war eines der Autos ins Schleudern geraten - vermutlich wegen des Winterwetters. In der Oberpfalz kam zudem ein Autofahrer ums Leben, als sein Wagen von der Straße abkam und gegen einen Baum prallte.
Probleme mit LKW auf Autobahnen
Auch rund um Hannover kam es in der Nacht und am frühen Morgen wetterbedingt zu Unfällen. Auf der A2 geriet ein Lastwagen ins Schleudern. Weitere LKW blieben in der Folge im Schnee stecken.
In Osthessen waren laut Polizeipräsidium drei Autobahnen in beide Richtungen blockiert, die A7, A4 und A5. Grund waren nach Angaben eines Sprechers auch hier festgefahrene und querstehende LKW. "Das Problem ist der Schwerlastverkehr", sagte der Sprecher.
Auf Straßen etwa im Westen Deutschlands war es am frühen Morgen dagegen so ruhig wie selten, weil viele Autofahrer wegen der Glättewarnungen zu Hause geblieben waren.
Flüge im Norden gestrichen
Auch die Flughäfen im Norden Deutschlands sind betroffen. Am Hamburger Flughafen wurden 25 Starts und 22 Landungen abgesagt. Auch in Hannover waren viele Flüge verspätet oder mussten gestrichen werden.