Schweiz: Dutzende Tote und etwa 100 Verletzte nach Brand in Crans-Montana
Nach dem Brand in der Schweiz gibt es erste Details von den Behörden: Viele Menschen sind tot, die Intensivstationen voll. Die Ermittler gehen von einem Unglück aus.
Nach dem Brand in der Schweiz gibt es erste Details von den Behörden: Viele Menschen sind tot, die Intensivstationen voll. Die Ermittler gehen von einem Unglück aus.
Aktualisiert am 1. Januar 2026, 11:13 Uhr Quelle: DIE ZEIT, AFP, dpa, skö
Ihr Browser unterstützt die Wiedergabe von Audio Dateien nicht. Download der Datei als mp3: https://zon-speechbert-production.s3.eu-central-1.amazonaws.com/articles/ff7ae715-7520-46fb-94c8-d2d18f099585/full_d252a296033189694bbaae0460292fb8b41dae9baee31cd29e18883a0875893e7328c4dd89e959ed3b1b3afaa4e20a1e.mp3

In der Silvesternacht kam es in einer Bar im Schweizer Luxus-Skiort Crans-Montana zu einem Brand. © Maxime Schmid/AFP/Getty Images
Bei dem Brand im Schweizer Skiort Crans-Montana in der Silvesternacht sind nach Polizeiangaben "mehrere Dutzend" Menschen gestorben. Rund 100 seien in der Bar zum Großteil schwer verletzt, sagte der Kommandant der Walliser Kantonspolizei, Frédéric Gisler. Genaue Zahlen zu Verletzten und Toten sind derzeit nicht bekannt. Auch über ihre Identität machten die Behörden keine genauen Angaben. Es sollen auch Ausländerinnen und Ausländer unter den Toten sein.
Das Unglück löste einen Großeinsatz von Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften aus. Die Intensivstationen im Schweizer Kanton Wallis, in dem sich die Gemeinde befindet, sind den Behörden zufolge voll. Patienten werden daher in andere Krankenhäuser gebracht.
Der Walliser Staatsrat rief außerdem eine "besondere Lage" aus. So können möglichst schnell die notwendigen Einsatzmittel bereitgestellt werden. Das geht laut dem Schweizer Sender SRF aus einem Communiqué des Staatsrates hervor.
Feuer bei Silvesterparty ausgebrochen
"Dieser Abend hätte ein Moment des Feierns sein sollen, doch er wurde zum Albtraum", sagte der Walliser Staatsratspräsident Mathias Reynard. Er rief die Bevölkerung zu Solidarität und Vorsicht auf. Er sei in Gedanken bei den Opfern, ihren Familien und allen anderen Betroffenen. Die Behörden wiesen die Bevölkerung an, sich nicht in das betroffene Gebiet zu begeben.
Das Feuer in der bei Touristen beliebten Bar Le Constellation war während einer Silvesterparty gegen 01.30 Uhr ausgebrochen. Die Ermittler gehen derzeit von einem Unglück, nicht jedoch von einem Attentat aus. Das sagte Nicole Bonvin Clivaz, Vize-Gemeindepräsidentin von Crans-Montana.
Die Ursache für den Brand ist demnach noch unklar. Schweizer Medien berichteten, dass die Explosion möglicherweise durch den Einsatz von Pyrotechnik während eines Konzerts ausgelöst worden sei.